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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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Persönliche Auseinandersetzungen.

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limg nach in einer Opposition gegen die Staatsregierungbefindet, deren Berechtigung ich hier nicht erörtern will,daß sich nun an ihn als Kristallisationspunkt, weil erwahrscheinlich der Befähigtste unter der dortigen Oppositionsein wird, die sozialistischen Oppositionselemente an-schließen, das ist wohl nicht unerwartet und auch nichtbeispiellos. Gewiß kann Herr von dem Sandt dies nichtverhindern, sonst kann ich mir nicht denken, daß beiseiner eben bezeichneten Parteirichtung ihm diese Elementeangenehm sein würden.

Im übrigen, da der Herr Vorredner weiter keineAbänderlsngsanträge stellt, so glaube ich auch, die Dis-kussion nicht aufhalten zu sollen, und enthalte mich, aufdie Sache weiter einzngehen.

Der Abgeordnete Windthorst bemerkte hiezu: „Da ich undmeine Freunde in der Regel zu den Ultramontanen gerechnet wer-den, was wir bestens acceptieren, so habe ich zunächst meine Be-friedigung darüber auszudrücken, daß es auch in Lauenburg Ultra-montane gibt, was ich bisher nicht wußte. Am wenigsten war miretwas von „Sektionen" der Ultramonianen bekannt; wir habenkeine Sektionen in Deutschland, sondern die ganze katholischeBevölkerung mit geringen Ausnahmen gehört zu uns.Die Aeußerung des Herrn Ministers hatte aber offenbar eine Ten-denz, die etwas Unfreundliches enthielt gegen die Ultramontanenund gegen den in Rede stehenden Mann, dessen ganze Sünde diesein wird, daß er nach dem Berichte katholisch ist und sich mit denAnschauungen des Herrn Ministerpräsidenten nicht in Einklang be-findet." Fürst Bismarck:

Ich halte den Vorwurf der Unfreundlichkeit dochnicht für begründet. Mit der wissenschaftlichen Genauig-keit, die dem ersten Herrn Redner eigentümlich ist, wurdeder Charakter des Herrn von dem Sandt hier öffentlichuntersucht und die Diagnose davon gestellt. (Heiterkeit.)