100
Die Landtagssession von 1876.
proklamiert wird und in Zeitungen, die doch in Lauen-burg gelesen werden von diesen Herren, die dort sympa-thisieren mit dem Herrn Vorredner, veröffentlicht wird,— und die Ueberreste der Ritterschaft, die dort noch vor-handen sind, werden das gewiß mit viel Aufmerksamkeitlesen — so ist doch von dieser Kundgebung: daß er be-reit sei, solche Erklärungen, wenn sie ihm zugehen, hiergeltend zu machen, bis zu dem Worte „extrahieren" keinweiter Weg.
Bei der hohen wissenschaftlichen Bedeutung des HerrnVorredners kann ich mir die kleinliche Genugthuung einergeographischen Berichtigung nicht versagen. (Heiterkeit.)
Der Teil von Hannover, der auf dem rechten Elb-nfer liegt, grenzt nicht an Lauenbnrg, es schiebt sich einmecklenburgischer Gebietsteil") dazwischen. Die Konti-nuität des alten Lauenburg war immer unterbrochen.Allerdings gehörte früher im Amte Artlenburg noch links-elbisch ein schmaler, jetzt seit 50 Jahren hannoverscherLandstrich zu Lauenburg, der dann wiederum die durchdie obere Elbe unterbrochene Kontinuität mit dem han-noverschen Amt Neuhaus, welches früher auch zu Lauen-burg gehörte, herstellt.
Ich möchte, da ich einmal das Wort habe, doch inBezug auf die Insinuationen, die in den Resolutionengelegen haben, welche in Volksversammlungen verlesenwurden in Bezug auf die Verschlechterung der Finanzen,noch ein Wort bemerken. Die lauenburgischen Finan-zen sind außerordentlich gut, und sie werden auch Ueber-schüsse ergeben, abgesehen von dem großen Vermögen,das dem Kreise als solchem zugebilligt wird. Es ist das
Die Gegend von Boitzenburg an der Elbe.