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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
Entstehung
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Die Kreuzzeitung.

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einer weit verbreiteten Partei gilt, sich nicht entblödet,die schändlichsten und lügenhaftesten Verleumdungen überhochgestellte Männer in die Welt zu bringen, in einersolchen Form, daß sie nach dem Urteil der höchsten juristi-schen Autoritäten gerichtlich nicht zu fassen ist, aber dochderjenige, der sie gelesen hat, den Eindruck hat: hier wirdden Ministern vorgeworfen, daß sie unredlich gehandelthaben, — wenn ein solches Blatt so handelt und inmonatelangem Stillschweigen verharrt, trotzdem das allesLügen sind und nicht ein xoooavi oder orravi spricht, soist das eine ehrlose Verleumdung, gegen die wir alleFront machen sollten, und niemand sollte mit einemAbonnement sich indirekt daran beteiligen"). Von einemsolchen Blatte muß man sich lossagen, wenn das Unrechtnicht gesühnt wird; jeder, der es hält und bezahlt, be-teiligt sich indirekt an der Lüge und Verleumdung, diedarin gemacht wird, — an Verleumdungen, wie die Kreuz-zeitung sie im vorigen Sommer gegen die höchsten Be-amten des Reichs enthalten hat, ohne die leiseste Ahnungeines Beweises und mit einer komischen Unwissenheit inden Personalgeschichten, die sie dabei zur Schau trägt.

Also, meine Herren, ich glaube, wir können außer-halb des Strafgesetzes sehr viel thun! Wenn wir alle— und es ist doch die große Mehrzahl, ich will niemandenausnehmen unter uns —, die Sinn für Ehre und An-stand haben, für christliche Gesinnung und Sitte, — alle.

*) Der Reichskanzler bezog sich mit diesem Angriff gegen dieKreuzzeitung auf deren Artikel: „Die Aera Delbrllck-Camphausen-Bleichröder". Eine größere Anzahl von Mitgliedern der konser-vativen Partei legte gegen die Aeußerungen des Fürsten in derKreuzzeitüng entschiedene Verwahrung ein; die Namen dieser „Dekla-ranten" wurden im Reichs- und Staatsanzeiger veröffentlicht.