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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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Deutschlands Friedensliebe.

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um untersuchen zu lassen, wie ich dazu käme, daß ichnach meiner langen politischen Erfahrung die kolossaleDummheit begehen könnte, so vor Sie zu treten und zusagen: es ist möglich, daß wir in einigen Jahren einmalangegriffen werden, damit wir dem nun zuvorkommen,fallen wir rasch über unsre Nachbarn her und hauensie zusammen, ehe sie sich vollständig erholen, — gewisser-maßen Selbstmord aus Besorgnis vor dein Tode, unddas inmitten einer ganz behaglichen, ruhigen Stellung,wo kein Mensch gewußt Hütte, was eigentlich für ein00.8U8 Kolli vorliegen könnte? Wenn Sie die Sache beiLicht besehen, so werden Sie sich ja überzeugen, daß esfür einen Kanzler, der einsam verantwortlich ist, ein rechtschweres Unternehmen sein würde, vor einer friedlieben-den Bevölkerung — und das ist die deutsche in hohemMaße, solange sie nicht angegriffen wird — mit einerso unerwarteten Kriegszumulung zu erscheinen. Wirhaben nichts zu erobern, nichts zu gewinnen,wir sind zufrieden mit dem, was mir haben,und es ist Verleumdung, wenn man uns irgend einerEroberungssucht, einer Ausdehnungssucht beschuldigt. (Leb-hafter Beifall.) Also vor eine friedliebende Bevölkerunghinzutreten und zu sagen: meine Herren, ich kann einerclsumntzouwon nach Händeln nicht widerstehen, es mußKrieg geführt werden; — meine Entlassung, mein Rück-tritt wäre die unvermeidliche Folge davon gewesen.

Es trat damals zu der öffentlichen Leichtgläubigkeit,die ich tadle, der entgegenzuwirken ich für unsre Aufgabehalte, es traten im vorigen Frühjahr noch Verhältnisseein, die ich hier nicht näher auseinanderlegen will, derUmstand, daß einzelne Diplomaten aus trüben Quellenschöpften und wegen Mangel an Erfahrung überzeugt