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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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68 Die Neichstagssession von 1875—76.

waren, daß diese trüben Quellen reines Wasser lieferten,daß Saloneinwirkungen — Personen, die gesellschaftlichhoch genug gestellt waren, um mit politischen Kreisen inBerührung zu kommen, Ueberzeugungen aussprachen, dieirrtümlich waren, weil eben diese Personen noch nichteingeweiht genug waren, um ein politisches Urteil zuhaben, vielleicht auch nicht unparteiisch genug, um dasDeutsche Reich wohlwollend zu beurteilen; ich nenne keineNamen, aber ich könnte sie nennen. Es gibt ja hoch-gestellte Personen, die als politische Orakel gelten, ohneamtlich dazu berufen zu sein, Personen, die auch miteinem Anschein von Offiziosität und Glaubwürdigkeitkorrespondieren, aber mit Unrecht. Nur Leichtgläubigebauen darauf. Ich habe früher keine Gelegenheit gehabt,mich über diesen Unsinn vom vorigen Jahre auszusprechen,und wenn ich mich jetzt darüber ausspreche, geschieht esgleichzeitig in der Absicht, die öffentliche Leichtgläubigkeit,die ich vorhin tadelte, auf ihre Hut zu setzen gegen poli-tische Tendenzlügen und gegen die damit in Beziehungstehenden Baissiers an der Börse; es liegt leider zu häufigder Fall vor — wir könnten dem durch Untersuchungenüber die betreffenden Telegramme nachspüren —, daßpolitische Telegramme künstlich acl Iioo gemacht werdenan Orten, wo man von der Sache nie etwas wußte, diedann an Reuter und Havas gehen, die Brutstätten allerEnten dieser Art, und als Telegramme von da zurück-kommen, ganz aus der Luft gegriffen. Ich habe hierein solches Beispiel von neuestem Datum; es ist davondie Rede in einer Depesche vom 8. Februar. Die PariserZeitungen erfinden für solche Nachrichten gewöhnlich einedeutsche Quelle, allgemein nur „la prosso aUonmnclo«oder „un journal prusten ohne es zu nennen. In