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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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60 Die Reichstagssession von 1875—76.

der Rat schreibt ja auch nicht alles selbst, sondern zuihm kommen Zeitungskorrespondenten, er steht auch seltenmit der Redaktion in Verbindung — es kommt derKorrespondent zu ihm und bringt ihm den Artikel zurDurchsicht — vielleicht auch nicht; selten geht er selbsthin; — aber sowie das Blatt einen offiziösen Ruf mitRecht hat, so heißt es von allem, was darin steht, auchvon allem, was in andern Blättern steht, die nur eineinziges Mal ein Loininnnicsna erhalten haben: „ein Blatt,welches den Regierungskreisen näher steht", — „ein Blatt,welches bekanntlich amtliche Mitteilungen erhält", — undin französischen Zeitungen einfach: „1a tdnills da N. daLismaioll"; — da ist es so gut, als wenn es im Staats-anzeiger gestanden hat. Nun sind die Nachteile, wenngus Irrtum oder noch öfter aus bösem Willen, ohneirgend einen andern Zweck, als die amtliche Politik zuschädigen, Nachrichten als offiziös bezeichnet werden, diees gar nicht sind, sehr erheblich. Sehr oft ist es auchnur die Absicht des Zeitungsschreibers, seiner Meinungein Relief dadurch zu geben, daß er Nachrichten, die erbekämpft, als offiziös bezeichnet, — sonst würde daslesende Publikum gar nicht begreifen, warum der Manndas schreibt, oder er würde wenigstens keine Kompetenzhaben, gegen eine erfundene Behauptung zu schreiben;sowie er aber die zu widerlegende Behauptung als offiziösausstellt, so tritt er dem Reichskanzler persönlich gegen-über und macht seine Darlegung damit wichtig. Es hatkeine Dummheit gegeben, die man mir auf diese Weisenicht imputiert hat (Heiterkeit), — durch das einfacheWort „offiziös"; und deshalb ergreife ich diese Gelegen-heit, um auf das bestimmteste zu erklären, daß es keinoffiziöses Blatt des Auswärtigen Amts gibt, auch keine

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