Es gibt kein offiziöses Blatt.
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offiziöse Mitteilungen und Artikel an irgend ein Blattergehen, und daß ich jedem, der irgend etwas als offiziösvom Auswärtigen Amte ausgehend bezeichnet, von Hauseaus erkläre, er verbreitet „erdichtete oder entstellte That-sachen", er sagt die Unwahrheit, und, wenn ich mich hartausdrücken will, er sucht eine Lüge in Kurs zu setzen.Jeder, der Artikel „offiziöse" des Auswärtigen Mini-steriums nennt, der muß sich nach dieser meiner Erklärungbewußt sein, daß er lügt; es gibt kein offiziösesBlatt für mich. Ich bin der Unbilden und der Miß-bräuche, die seit Jahr und Tag damit getrieben wordensind, müde geworden. Es ist für mich, ich gebe es zu,sehr unbequem, daß ich nur im Staatsanzeiger, unterUmständen in einem anerkannt offiziösen und offiziösbleibenden Blatte, der Provinzialkorrespondenz*), eineMeinung zur öffentlichen Kenntnis bringen kann, indessenbin ich da wenigstens sicher, daß keine andern Kuckucks-eier mir daneben gelegt werden (Heiterkeit) und ich danur für das verantwortlich gemacht werde, was entwederich oder einer meiner Kollegen wirklich zu vertreten haben.Dieser Beisatz „offiziös" und diese Verdächtigungen irgendeines Blattes, je nachdem man es gerade braucht, alseines „subventionierten" durch das Wort „Neptilie" istja eine wirksame Hilfe in der publizistischen Diskussion.Das Wort Reptilie, Reptilienvater, Reptilienpresse inder Meinung, wie es gebraucht wird, kommt mir immervor, als wenn Leute, die mit dem Gesetz in Konflikttreten, auf die Polizei schimpfen und sie Diebsjäger unddergleichen nennen. Reptilie — wie entstand das Wort**)?
*) Die Negierung hat dieselbe bekanntlich vor einigen Jahreneingehen lassen.
Vgl. Band IV., Seite 881.