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Die Reichstagssession von 1875—76.
Daß das Strafrecht in seiner bisherigen WirkungMißstände und Mißbilligung im Lande erzeugt hat, gabder Herr Vorredner in Bezug auf einzelne Punkte selbstzu, und ich bin überzeugt, daß, wenn nicht eine von unsallen sehr bedauerte Krankheit ihn längere Zeit von demVerkehr mit der großen Welt fern gehalten hätte, er esnoch im weiteren Maße zugeben würde. Ich bin inmeiner Stellung als Ministerpräsident in Preußen undals Kanzler im Reiche vielleicht mehr der Punkt, auf densich die Aussprache der Unzufriedenheit konzentriert; ichmöchte sagen, wenn ich mich in irgend einem Privat-verhältnisse, in einem Eisenbahncoup ö, in einer Gesell-schaft, sonst irgendwo befinde, bemerke ich bei vielen iLeuten diese Art von Satisfaktion, in der sich ein miß-vergnügter Landwirt befinden würde, wenn er das Wetterpersonifiziert vor sich hätte. (Heiterkeit.) Jeder andreentladet seinen Zorn mir gegenüber, als könnte ich durchmeinen einfachen persönlichen Willen in allen diesen Be-schwerden, die in der neueren Gesetzgebung drücken, eineVeränderung herbeiführen, als wäre gerade ich an demVerzüge schuld, der der Abhilfe eben entgegensteht. DieseLage könnte ich ja zu allen übrigen Friktionen, denen ichin meinem Amte ausgesetzt bin, auch noch längere Zeitertragen. Ich mache darauf aufmerksam, daß wir, diewir jetzt den Bundesrat, die verbündeten Regierungen,die Urheber dieses Novellenentwurfs bilden, persönlichnicht das mindeste Interesse daran haben, ob Sie deneinen oder anderen Paragraphen annehmen; wir werdenin unserem persönlichen Privatleben die Unannehmlich-leiten der Fortdauer noch ebensogut ertragen können,wie die meisten wissenschaftlich beschäftigten Beamten undAbgeordneten, soweit sie sich nicht im praktischen Leben