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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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28 Die Reichstagssession von 1875—76.

remediert werden. In dieser Richtung wird also dasdemnächst folgende Stempelgesetz Ihnen eine Abzahlung,ein Entgegenkommen liefern. Und ich möchte Sie bitten,aus diesen Erörterungen alle Fragen der Macht und in-folgedessen der Verstimmung zu entfernen und allein mitsachlicher Prüfung der Sache näher zu treten.

Sie haben aus der Rede des Herrn Finanzministers,wie ich hörte, zum Teil entnommen, als läge ihm wenigdaran, daß die Vorlagen durchgebracht würden. Ichkann Sie versichern, und er wird Ihnen gewiß die-Ver-sicherung auch geben, daß das ein Irrtum ist. Er hatsagen wollen, was ich eben auch sage: wenn Sie diesenunfern wohlgemeinten Versuch, die ersten Schritte zu derSteuerreform zu thun, ablehnen, ja, so sind Sie aller-dings in Ihrem Rechte, wir können nichts machen, alsdas ruhig einstecken und sehen, wie wir uns helfen, unddas nächstemal werden wir wieder kommen, bis Sie dieUeberzeugung haben, oder bis sich unsre Ueberzeugungändert oder andre Personen ans Ruder treten, oder bisSie bewilligen, was wir glauben im Interesse des Landesfordern zu müssen. Ich sage nur deshalb, daß von Em-pfindlichkeiten, Kabinettsfragen und dergleichen bei dieserGelegenheit nicht die Rede sein kann. (Bewegung.) Esist Ihre Sache, die Steuern so aufbringen zu helfen,wie es dem Lande am nützlichsten ist, und wenn Sienicht unsrer Meinung sind, so müssen wir uns mit derHoffnung trösten, daß Sie es künftig werden werden. Alsoin diesem Sinne möchte ich Sie bitten, zunächst das Gesetzfür die Bierbesteuerung anzusehen, das noch den großenVorteil hat, daß es die Besteuerung für Nord- und Süd-deutschland einander annähert, und daß es der erste Schritt,und zwar in der Verfassung vorgesehene Schritt ist auf der