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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
Entstehung
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20 Die Reichstagssession von 1875—76.

Bier, das der Schuhmacher zu trinken pflegt, und daszu seinen täglichen Bedürfnissen und Gewohnheiten ge-hört, vergüten müssen pro rnta parts. (Heiterkeit.) Undso könnte man die Beispiele vervielfältigen bis ins Un-endliche; durch versteuertes Brot, durch versteuertes Bierund durch versteuertes Fleisch wird eben jede der Dienst-leistungen, die wir voneinander verlangen, um sovielversteuert, als nötig ist, um den Dienstleister resp. Ver-fertiger des gebrauchten Objekts in die Lage zu versetzen,daß er seinen Bedürfnissen nach existieren kann. Ichglaube, daß auf diese Weise die indirekten Steuern sichvon selbst vollständig ins Gleichgewicht bringen.

Mein Bestreben wäre also Verminderungder Matrikularbeiträge, soweit es sein kann.Zur gänzlichen Abschaffung ist es noch sehr weit hin, undda möchte ich auch dem Motive der Beibehaltung ent-gegentreten, welches daraus entnommen ist, daß das Be-willigungsrecht eines Satzes der Matrikularbeiträge eineparlamentarische Machtfrage wird. Die Macht des Reichs-tages beruht auf Recht, Gesetz und Verfassung. Einenicht bewilligte Ausgabe wird ganz sicher nicht geleistet,und mit einer Regierung, die unbewilligte Ausgaben zuleisten gesonnen ist, wird auf die Dauer kein verfassungs-mäßiges Auskommen sein. Ihre Macht ist meines Er-achtens vollständig gewährleistet; aber selbst, wenn Siemehr bedürfen, so sollten Sie lieber suchen, diese Machtauf dem Gebiete der Territorialverfassungen zu üben;die stehen fester, und als Reichskanzler habe ich nichtdafür zu sorgen, wenn sie von Ihrer Opposition bedrängtwerden. Das Reich ist wirklich, ich wiederhole es, nochnicht in sich verwachsen genug, um der Boden zu sein,auf dem Kraftproben angestellt werden können. Indessen