Die Erhöhung der Brausteuer; die Steuerreform. 19
mein bißchen Geld exequiert. Solches Elend kommtvon direkten Steuern. Laßt mir die direktenSteuern den städtischen Verwaltungen, möchte ich alsLandbewohner sagen, dann wird der starke Zuzug nachden Städten einigermaßen mit der Zeit aufhören. Fürden Staat aber ist es meiner Ueberzeugungnach die Aufgabe, nach Analogie von England,von Frankreich, nach indirekten Steuern zustreben. In Frankreich kenne ich wohl die Grundsteuer;diese hat aber in ihrer dauernden Wirkung nicht mehrdie Natur einer Steuer, sie hat bei der Auflegung nurdie einmalige Wirkung einer Konfiskation, eines bestimm-ten mäßigen oder unmäßigen Vermögensanteils; aber imübrigen hat sie nicht die Wirkung einer Steuer, sonderndie einer Reallast, die der nächste Käufer oder Erbe über-nimmt. Man hat sich daran gewöhnt und hat von Grundund Boden nicht mehr gesagt.
Ich bekenne mich unbedingt zu dem Systemder indirekten Steuern; ich glaube auch, daß dieindirekten Steuern sich vielmehr in das Niveau, dasGleichgewicht setzen in Bezug auf die Frage, wer sie denneigentlich trägt, als man gewöhnlich annimmt. Wennich, um mich von der Sache nicht zu entfernen, der Nei-gung, von der Schlachtsteuer zu sprechen, widerstehe, undmich an die Biersteuer halte, so bin ich der Meinung,daß auch der Nichtbiertrinker an dieser Biersteuer feinenerheblichen Anteil tragen wird. Er braucht Dienstleistungenin großer Menge; nicht bloß die direkten Dienstleistungeneines Domestiken im Hause, der doch auch an das Biergewöhnt ist und dasselbe mit in feinen Lohn verlangt,sondern Dienstleistungen, die sich die Handwerker unter-einander leisten. Ich werde in dem Paar Stiefel das