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Die Reichstagssession von 1875—76.
Steuern behelfen kann, ob in dem Falle, daß man eskann, es richtig ist, daß man es thut. Diese Frage zuvertreten, will ich sachkundigeren Personen überlassen;ich selbst will mich nur über meine prinzipielle Stellungzu dieser Reformsrage aussprechen.
Die einzelnen Bundesregierungen müssen bei einerReform ihrerseits so viel Steuern aufheben, wie sie anMatrikularbeiträgen ersparen; das zu erreichen sind abernicht dem Reichstage, sondern den einzelnen Landtagendie Mittel gegeben. Aber erst dann, wenn wir ihnendie Matrikularumlagen erleichtern, ist es Aufgabe dereinzelnen Landtage, Breschbatterien gegen ihre Ministerienaufzuführen, damit diese entsprechend der Erleichterungnun auch die drückendsten Steuern in dem einzelnen Landeerleichtern. Das gleichzeitig gewissermaßen Zug um Zugzu machen — ich sehe die Form nicht, in der das ge-schehen könnte, ich würde mich sonst sehr gern dazu er-bieten.
Ich weiß nicht, ob die Gedanken, die ich überSteuerreform habe, im allgemeinen Anklang finden; eswürde mich, wenn sie den nicht finden, auch das nichtabhalten, sie nach meiner Ueberzeugung zu befolgen undabzuwarten, in welcher Weise es gelingt, sie bei denbewilligenden Körperschaften durchzubringen. — Wennich zuerst vom Standpunkt lediglich des Reiches spreche,so habe ich das Bedürfnis einer möglichstenVerminderung, wenn nicht vollständigen Be-seitigung der matrikularen Umlagen. Es istdas wohl kaum bestritten, daß die Form der Matrikular-umlage eine solche ist, die den kontribuablen Staat nichtgerecht nach dem Verhältnis seiner Leistungsfähigkeit trifft.Ich möchte sagen, es ist eine rohe Form, die zur Aus-