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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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Die Erhöhung der Brausteuer; die Steuerreform. 13

wandt, daß Sie sich eine weitergreifende Steuerreformwünschen. Aber es ist das immer noch kein Grund, einepartielle, eine Abschlagszahlung auf die Reform von derHand zu weisen. Der fundamentalen Reform haben inder Erfahrung meines politischen Lebens immer nichtnur diejenigen angehangen, die sie wirklich wollten, son-dern auch diejenigen, die die Sache überhaupt nichtwollten, aber sie nicht bestreiten mochten und deshalbihren Widerspruch darin kleideten, daß sie etwas Besseres,für den Augenblick aber nicht Erreichbares wollten unddeshalb das für den Augenblick Erreichbare angebrachter-maßen ablehnten. Ich erinnere an die langjährigenStrömungen, die wir in Beziehung deutscher Reformenerlebt haben. Beherzigen wir dabei doch wohl das gutealte Sprichwort: Das Beste ist des Guten Feind!

Eine totale Steuerreform inklusive der Zollreform wer wünschte sie nicht! Aber sie ist eine Herkules-arbeit, die man versuchsweise angefaßt haben muß inder Eigenschaft eines verhältnismäßigen Laien, wie iches bin, um ihre Schwierigkeiten vollständig zu übersehen.Mit einem Zuge an diesem Netze, unter dem wir jetztin steuerlicher Beziehung gefangen sind, da klirren alleMaschen bis in die kleinsten Staaten hinein; jeder hatseine besonderen Wünsche. Eine vollständige Reformkann nicht zustande kommen ohne eine bereitwillige, thä-tige, in die Hände arbeitende Mitwirkung jeder einzelnenpartikularen Regierung mit dem Reich. Denn ich kannes nicht als eine Reform ansehen, wenn ledig-lich neue Reichssteuern aufgelegt werden, ohnedaß alte erlassen werden. Ich will über die Fragedes Bedürfnisses mit Ihnen gar nicht streiten, ob esrichtig ist, daß man sich noch ein oder zwei Jahre ohne