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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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Die Erhöhung der Brausteuer; die Steuerreform. 11

kennung des sachlich Wertvollen und Verdienstvollen ineiner sachlichen Opposition beurteilen, und möge auch ihmdann der Rückblick auf eine fast viertelhundertjährigeangestrengte, pflichttreue und zum Teil nicht erfolgloseThätigkeit darüber hinweghelfen, daß man es nicht aller-zeit jedem recht machen kann und nicht immer genügendeKräfte dazu hat. Ich bin wirklich in einer schwierigenStellung. Wenn ich erkläre, daß meine Kräfte nichtmehr den Arbeiten genügen und ich gesünderen KräftenPlatz machen muß, so wird das von mehr als einerSeite als eine Art von Felonie betrachtet, und nament-lich die Presse appelliert an mein Pflichtgefühl, an meineVaterlandsliebe, an mein Ehrgefühl, während mir derAppell an einen Arzt, der mir helfen könnte, erwünschterwäre. Die Presse geht ja darin so weit, daß sie mirjetzt in dürren Worten vorgeworfen hat, ich verzehrtemein Gehalt in Varzin. Das ist ein faktischer Irrtum:mein Gehalt habe ich hier in Berlin verzehrt, ehe ichBerlin im Sommer verlasse. (Heiterkeit.)

Nach diesen Ihrer Nachsicht empfohlenen Wortenpro cloino trete ich der Sache näher, indem ich michzuvörderst an die Aeußerungen meines Kollegen imBundesrat, des Herrn Camphausen*), ich ziehe esvor, absichtlich ihn nicht als preußischen Finanzministerin diesem Kreise zu bezeichnen, sondern als Mitglied

Der Finanzminister Camphausen äußerte in der 12. Sitzungam 20. November u. a.:Ich würde nicht allein, wenn ich inIhrer Mitte säße, dafür sorgen, daß die verfassungsmäßigen Rechtedes Reichstages nicht verkürzt werden, ich sehe auch hier an dieserStelle es als meine Pflicht an, dafür zu sorgen, daß das ver-fassungsmäßige Recht des Reichstages in Bezug auf die Matrikular-heiträge nicht beeinträchtigt werde."