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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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791
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Österreich-Ungarn (Geogr.). 791

Gesammtoberfläche sind Gebirgsland; indessen be-sitzt die Monarchie anch weitansgedehnte Tiefländer.Die Gebirge Österreich-Ungarns gehören drei grö-ßeren Gebirgssystemen an; diese sind: 1) die Alp e n,an denen Ö.-U. einen sehr bedeutenden Antheil hat,da innerhalb seines Gebiets die Central- u. ÖAlpen,einschließlich des Karst, einen Flächenraum von87,275 Hstiin (1585 s^M) bedecken. Während vonden Mittel- oder Centralalpen ihm nur der östlicheTheil, östlich vom Rhein, sowie von den Quellender Landquart, der Adda und des Oglio, angehört,liegen die OAlpen, einen kleinen Antheil Bayernsund Italiens ausgenommen, ganz innerhalb seinerGrenzen. Die Centralalpen treten vom schweizer.Kanton Graubünden aus in zwei durch den Inn ge-schiedenen Zügen in Ö.-U. ein. Der nördliche Zug,die Rhätischen od. Silvretta-Alpen, erstrecken sich biszur Mündung der Sanna in den Inn; sie bilden diegletscherbedeckte Gruppe des Jamthaler Ferners, imMbuinkopf od. Piz Buin an der Grenze Vorarlbergsu. Granbündens 3327 m hoch, u. entsenden von hierzwischen Landquart u. Jll nach NW. zum Rhein dasRhätikon. Südlich vom Inn liegt der nordöstlicheTheil der Bernina-Alpen, bis zumReschen-Scheideck(1525 m hoch) reichend. Von..letzterem östlich biszum Brenner breiten sich die Ötzthaler od. TirolerAlpen aus, welche in der Wildspitz 3776m erreichen.Dieser Mittelzone der Centralalpen sind im N. vor-gelagert dieAllgäner (nur mit ihrem südöstl. Theil zuOe.-U. gehörig) u. die Vorarlberger Alpen mit derRothen Wand (2705 m), ferner die Bayerischen undNTirolischen Kalkalpen mit dem Wetterstein-Gebirge(Zugspitze 2962 m), dem Kahrwändel-Gebirge (Gra-benkahr 2557 m) u. dem Großen Solstein (2970 m);im S. sind ihr vorgelagert die Örtler-Gruppe mitdem Ortles (4014 m), die Adamello-Gruppe mitdem Monte Adamello (3706 m), die Brenta-Gruppemit der Bocca di Brenta (3272 m), die Nonsbcrger-Gruppe und die Tridentiner Alpen mit dem MonteBaldo (1852 m). Dis OAlpen erstrecken sich vomBrenner nach O. bis zur Donau u. dem Donauties-lande. Die Mittelzone derselben bildet zunächst biszur Quelle der Mnr eine einzige Kette, welche inihrem westlichen Theil die Zillerthaler Alpen mitdem Zillerthaler Ferner (Hochfester 3516 m) u. inihrem östl. Theil die Hohen Tauern (Groß-Glockner3796 m) genannt werden. An der Quelle der Mnrspaltet sich die Kette in zwei Züge, welche durch dieThäler der Mnr und Mürz getrennt sind. In demnördl. Zweig, welcher zuerst die Niederen Tauern(der westl. Theil auch Radstädter- u. der östl. Rotte-manner-Tauern) heißt, ist der bedeutendste Gipfelder Hoch-Golling (2859 m). Die Fortsetzung nachO. bilden die NSteierischen Alpen, welche wieder indie Reichensteiner Gruppe (Hochthor 2279 m), dieHochschwab- (2268 m) und Hoch-Vcitsch-Gruppe(1974 m) zerfallen; hierher gehört auch der 1396 whohe Semmering. Der südl. Zweig, die Kärntnisch-Steierischen Alpen, beginnt mit dem Hasnerspitz(3093 m) u. erstreckt sich, zahlreiche Gruppen bildend,zwischen Mnr und Drau, in seinem östlichen Theilevon der Mur durchbrochen, bis zur oberungarischenTiefebene. Gegen N. sind der Mittelzone der Öst-alpen von W. nach O. vorgelagert: die KitzbüchlerAlpen mit der Pisapperspitz (2503 m), die Salz-burger Alpen (gehören z. Th. zu Bayern) mit dem

Ewigen Schneeberg (2939 m), die Salzkammergut-u. Enns-Alpen od. die Oberösterreichischen Kalkalpenmit dem Tänucngebirge (Rancheck 2428 m), derDachstein-Grnppe (Dachstein 3002 m), dem TodtenGebirge (Großer Priel 2730 m), dem Traunstein(1869 in) u. dem Hochsengsengebirge (1963 m); dieNiederösterr. Alpen mit dem Schneeberg (2070 m) u.dem Wienerwald(Schöpfel893m). Vorgelagert sindfernergeg. O.: das Leithagebirge(Sonnbcrg 481m),das Steierische Hügelland, der Bäkonywald mit demKöröshegy (708 m) u. das Niederungar. Berglandmit demMecsekgebirge (671m); geg.S.(inderNicht-ung von W. nachO.): die Lessin.Alpen (größtentheilszu Italien gehörig) mit der Cima Dodici (2331 m),die Cadorischen Alpen mit der Vedrctta Marmolate(3495 m), die Karnischen Alpen mit den GailthalerAlpen (Reißkofel 2361 m) u. der Villacher Alp (Do-bracz 2154 m), die Karawanken mit dem Obir(2134 m), das Bacher-Gebirge mit der Velka Kappa(1539 m), die Sannthaler od.SteinerAlpen mit demGrintouz (2556 m) und der Rinka (2590 m), dasMatzel-Gebirge (bis 520 m hoch), das Jvanczicza-Gebirge (1061 m), das Warasdiner-Gebirge (Ka-lnik 639 m) u. die Terglon-Gruppe (Terglou2865 m),der sich südöstlich der Karst anschließt. Der Karstzerfällt in mehrere Gruppen; die wichtigsten sind:der Krainer Karst (Schneeberg 1796 m), der eigent-liche Karst mit dem Tschitschen-Boden (1268 w), derLiburnische od. Kroatische Karst (Risnjak 1526 m),das Uskoken-Gebirge (St. Geraberg 1175 m), dieKapella (Bielolasica 1533 m), Vellebit od. Vellebich(Sveto-Brdo 1756 m) und der Dalmatinische Karstmit denDinarischenAlpen (Orjen 1950m). 2. Dasdeutsche Mittelgebirge. Vom Fichtelgebirgegehören zu Ö.-U. nur die östlichen Vorberge (Hain-berg 780 m). Durch das circa 600 m hohe Plateauvon Waldsassen steht mit ihm in Verbindung derBöhmer-Wald, der, in südöstlicher Richtung bis zurDonau streichend u. von NW. nach SO. immer höheransteigend, mit seinem südwestl. Abhange zu Bayernu. seinem nordöstl. zu Böhmen resp. Ö.-U. gehört.Von dem nordwestl. von der bedeutenden Einsattel-ung bei Furth gelegenen Theil des Gebirges gehörtdas Czerkowgevirge fast ganz zu Ö.-U., währendauf der böhm.-bayer. Grenze das Bernauer Gebirgezieht. Im südöstl. Theil erheben sich auf der böhm.-bayer. Grenze das Ossergebirge (Osser 1239 m), dieSeewand (1340 m) u. der Dreisesselberg (1490 m)u. in Böhmen der Plöckenstein (1376 m) rc. Durchden plateauartigen Sattel des Kerschbanmer Passeswird vom eigentlichen Böhmer-Wald sein östl. Theilgetrennt, welcher als Greiner- u. Weinsberger- undals Gföhlerwald sich bis zur Donau bei Krems er-streckt. Das Erzgebirge beginnt nordöstl. vom Fich-telgebirge unweit Asch im nordwestl. Böhmen an derQuelle der Weißen Elster mit dem Kapellenberg alsElstergebirge u. erstreckt sich auf der sächsisch-böhm.Grenze bis zur Quelle der Gottleuba; es dacht sichsehr jaust nach N. ab, sein SAbfall zur Eger dage-gen ist kurz u. steil; sein höchster Punkt in Böhmenist der Keilberg (1275 m). An das Erzgebirge schließtsich das größtentheils zu Ö.-U. gehörige LausitzerGebirge (Jeschken 1013 m) an, das, in seinem westl.Theil, dem Elbsandsteingebirge (sächsische Schweiz),von der Elbe durchbrochen, in südöstl. Richtung bis zurLausitzer Neiße zieht. Weiter nach SO. zieht bis zur