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Ostcrreich-Ungarii (Geogr.).
Quelle der Queis das Jscrgebirge (Tafelfichte aufder preuß.-böhm. Grenze 1124 m). Am Katzensteiuhängt es mit dem Riescngedirge zusammen, das sichauf der preuß.-böhm. Grenze bis zu den Quellen desBober erstreckt u. dessen höchster Gipsel die Schnee-koppe (1624 in) ist. Von dem Glatzer Gebirgslandsind ganz oder zum Theil österreichisch das ErlitzerGebirge (Böhmische Kämme), das Mense- od. Rein-crzgebirge (Hohe Mense 1083 m), die Sandsteinge-birge vvnPolitzu. Adersbach, dasÜberschar-Gebirge,Glatzer Schneegebirge (Großer Schneeberg 1412 m)und Reichensteiner Gebirge. Der südöstlichste Theildes Sudetensystems ist das Mährische Gesenke (Alt-vater 1487 in), das sich von den Quellen der Marchnach SO. erstreckt n. mit dem Odergebirge (Liesel-berg 640 in) zwischen Oder n. Beczwa endigt. Vondem Erzgebirge durch die Biela u. dem Lausitzer Ge-birge durch den Polzen getrennt, erhebt sich zu bei-den Seiten der Elbe das sogen. Böhmische Mittel-gebirge mit dem 835 m hohen Milleschauer (Don-nersberg). Zwischen der oberen Elbe, Moldau undMarch breitet sich das böhm.-mähr. Hügelland aus.
з. Die Karpathen gehören mit Ausnahme dersüdöstl. Abhänge ganz zur Österr.-Ungar. Monarchieund kann deshalb ans den Specialartikcl verwiesenwerden. Die Ebenen Ö.-U-s, fast sämmtlich demTieflande angehörend, nehmen über 27 der Ge-sammtoberfläche ein. Die grüßten und wichtigstenTiefländer erstrecken sich längs der Donau. Östlichvom Grcinerwald erweitert sich das Donanthal zudem fruchtbaren Tnlner Becken, das, circa 550 H>km(10 sssW) groß, sich bis zur Stromverengung zwi-schen Bisam- u. Kahlenberg erstreckt. Unterhalb die-ser Berge beginnt das Wiener Becken, das 3744 Hjkm(68 HsM) groß ist, eine mittlere Höhe von 158 inhat, die Simmeringer-, Minkendorfer- u. Neustädter-Heide, das Steinfeld n. das Marchfeld umsaßt u. sichbis an das Leitha-Gebirge u. die Kleinen Karpathenausdehnt. Zwischen den zuletzt genannten Gebirgenund dem Bcckony-Walde breitet sich die 7700 Hjkm(140 siHM) umfassende Kleine oder OberungarischeTiefebene (mittlere Höhe 126 m) aus, die namentlichin ihrem nördlich von der Donau gelegenen Theilsich durch große Fruchtbarkeit auszeichnet. Die großeNiederungarische Tiefebene, die im N. und O. vonden Karpathen, im W. von den Ansläusern der Al-pen, im S. ebenfalls von den Vorbergen der Alpen
и. den nördl. Gebirgen derBalkan-Halbinsel begrenztwird, nimmt einen Raum von 96,910 Hjkm (1760HW) ein. Sie hat größtentheils fruchtbaren Acker-boden, auch weite Steppen und Weideflächen; dannaber wechseln auch dürreHeiden(Kecskemeter-u. De-brecziner-Heide) mit weiten Sumpf- u. Moorgebieten(Berettyo-Särret) ab. Ihre Meercshöhe schwanktzwischen 160 u. 75 w. Mit ihr hängen zusammen dieThalebene der Drau n. die Slawonische Ebene, beidevonaußerordentlicherFrnchtbarkeit. VomGebietedesSarmat. Tieflandes entfallen auf Ö.-U. ca. 55,000(Dkm (1000 HW). Nordöstlich von den Karpathenerstreckt es sich als ein schmaler Streifen längs demDnjestr aufwärts u. dringt furchenartig in die Sei-tenthäler seiner Karpathenzuflüsse u. in die Parallel-thäler der Podolischen Höhe ein. Bedeutender ist derAutheil, der davon auf RGalizien kommt, wo sichansehnliche ebene Strecken längs der Weichsel aus-dehnen. Die Lombardische Tiefebene gehört nur mit
ihrem östl. Theil, dem.klemen Tieflande am Unter-laufe des Jsonzo, zu Ö.-U. Außer diesen größerenbesitzt die Monarchie noch zahlreiche kleinere Ebenen,wie die Welser Heide, das Jpsfeld, das Grazer Feld,das Gurkfeld, die Marchcbene, die Ebenen an derElbe rc., ,die z. Th. zu den fruchtbarsten Gegendenzählen. Ö.-U. wird nur im S. von dem AdriatischenMeere bespült. Die vielfach gegliederte Küste hateine Länge von ca. 1710 km. Von der Reichsgrenzegegen Italien an ist sie flach u. lagunenreich bis zurMündung des Jsonzo (vor derselben die LaguneGrado); einen ganz anderen Charakter dagegen hatdie Küste längs dem Golfe von Triest, sowie die Kü-sten Istriens, Kroatiens u. Dalmatiens. Die Steil-küsten dieser Karstländer ragen meistentheils kahl u.felsig ans dem Meere empor, sind fast ganz waldlosu. wasserarm, vielfach zerklüftet u. reich an buchten-artigen Einschnitten n. Häfen. Die wichtigsten Golfen. Buchten sind: die Golfe von Triest, vonMonfal-cone u. von Medolino, der Quarnero-Busen, derGolf von Salona, die Bocche di Cattaro rc. UnterdenHäfen sind diebesten die von Triest, Pola, Fiume,Zengg, Carlopago, Zara, Ragusa u. Cattaro. EineKette zahlreicher Inseln (60 größere n. viele kleinere)mit vielen vortrefflichen Ankerplätzen ist vom Quar-nero-Busen an südwärts der Küste vorgelagert undgewährt den Schiffern Schutz vor den Winterstürmendes Adriat. Meeres. Die bedeutendsten Inseln sind:Beglia, Cherso, Lusstn, Arbe, Pago, Melada, Jsolagrossa, Jncoronata, Brazza, Lesina, Lissa, Curzola,Lagosta, Meleda, Giupana u. m..,a.
Flüsse. DerHauptstrom von Ö.-U. ist die Donau,und zwar kommen aus ihr Stromgebiet etwa 75 °/gdes Gesammtareals, während das der Elbe nur 8°/«,der Weichsel 6,g°/„, des Dnjestr 5,g °/°, der Etsch2 °/„, der Oder 1 °/„, des Rheins 0,„« u. auf dieGebiete aller Küstenflüsse zusammen nur 2 °/g der-selben entfallen. Die Donau tritt bei Passau in dasLand ein und verläßt dasselbe bei Orsova; sie legtauf dieser Strecke 1330 km zurück. Ihre Haupt-nebenflüsse sind auf der rechten Seite: Iller, Isar,Inn, Traun, Enns, Jps, Leitha, Raab, Drau,Save oder Sau; auf der linken Seite: Jlz, Krems,March, Waag, Gran, Eipel, Theiß, Temes,Aluta, Sereth und Prnth. Viele von diesen habeninnerhalb des Gebietes der Monarchie wieder zahl-reiche bedeut. Nebenflüsse. Der Dnjestr, am NAb-hange des Karpathischen Waldgebirges entspringend,ist der Hauptfluß OGaliziens, dem er mit 458 kmseines Laujes angehört. Seine Nebenflüsse sindrechts: Stry, Swica, Lomnica und Bystrica; links:Zlota-Lipa, Strypa, Sered und Zbrucz (fälschlichPodhorce genannt). Die Etsch entspringt auf einemSattel des Reschenscheideck in Tirol, fließt 220 kmweit durch dieses Land n. geht bei dem Dorfe Bor-ghetto nach Italien über; sie nimmt links die Passer,Eisack u. den Avisto, rechts den Noce auf. Bon denKüstenflüssen des Adriat. Meeres ist der Jso nzo derbedeutendste; seine Nebenflüsse sind: Jdria, Wippachu. Torre. Andere Küstenflüsse desselben Meeres sind:Timavo, Quieto, Arsa, Zermagna, Krka (Kerka),Cettinaund Narenta. Der Rhein bildet nur aufeiner Strecke von 41 km die Reichsgrenze gegen dieSchweiz. DieanderSchneekoppeentspringendeElbeist auf österreich. Gebiet 370 km lang, davon schiff-bar 107 km. Ihre Nebenflüsse in Ö.-U. sind links: