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Ohio — Ohm.
anstalten besitzt O. 83, darunter 32 bedeutendereUniversities oder Colleges, 3 Handelsschulen, 8 theo-logische Seminare, größtentheils mit den obigenUniversities u. Colleges vereinigt, eine Rechtsschule,11 medicin.u.pharmaceut.Schulen; diesämmtlichenhöheren Unterrichtsanstalten besitzen Bibliotheken.
Die ersten Colonisationsversuche im Gebiete desheutigen Staates O. wurden 1634 und 1680 durchFranzosen gemacht, doch ging die Besiedelung nurlangsam vor sich. 1784 trat die Colonie Virginiendas Land zwischen den Seen, dem Ohio u. Mississippi,unter der Bedingung ab, daß nicht weniger als drei,nicht mehr als fünf Staaten daraus gebildet werdensollten. 1787—89grünLetenAngloamerikanerznMa-rietta die erste dauernde Niederlassung. 1789 wurdedas ganze Gebiet als ein Theil des YVsstorn Terri-torz' ».später unter dem eigenen Namen eines Torri-tor/ Nortii-Vsvb ob tlis Oliio unter das Territo-rial-Gouveruemeut gestellt. 1791 und 1792 fandenzahlreiche feindliche Einfälle derJudiauer statt. 1795traten die Indianer große Gebiete an die Union ab.1799 versammelte sich die erste Territorial-Legis-latur zn Cincinnati, in dessen Nahe 1788 die zweitedauernde Ansiedelung inO. gegründet worden war.Nach der das IVostsrn Territory organisirendenOrdonnance (1789) wurde die Einführung der Skla-ven im ganzen Umkreis des Gebietes verboten.1892 wurde O. als 17. Staat iu die Union aufge-nommen u. gab sich eine Constitution, welche 1851durch eine neue ersetzt wurde. Schroot.
Ohio , Counties im nordamerikan. Unionsge-biet: 1) in Indiana, 39° n. Br. 85" w. L.; 5837Ew.; Hauptort: Rising Sun. 2) in Kentucky, 37°u. Br. 87°w. L.; 15,561 Ew.; Hauptort: Hart-ford. 3) in West-Virginia, 40° n. Br. 80° w. L.;28,831 Ew.; Hanpton: Whceling.
Ohio City, s. Cleveland.
Ohio-Kanal, s. unter Ohio 1).
Ohiothier, so v. w. Llastoäon xiMntsns.
Ohlau, 1) linker, 98 üm langer Nebenfluß derOder, entspringt im Kreise Münsterberg des preuß.Regbez. Breslau u. mündet bei der Stadt Breslau.2) Kreis im Regbez. Breslau zu beiden Seiten derOder, durchschnitten von der Linie Breslan-Oswie-czim der Oberschlesischen Eisenbahn; 614„g (Dkm(11,is UM) mit (1875) 55,057 Ew. 3) Kreisstadtdarin, an der O., unweit des linken Oderufers, Sta-tion der Oberschles. Bahn, Schloß, Gymnasium,Fabrikation vonMaschinen, Wagen, Bleiweiß, Leim,Knochenmehl, Stärke, Tabak, Cigarren, Ziegeln;besuchte Pferde- u. Viehmärkte; 7947 Ew., eiuschl.Garnison. Nahebei der Fürstenwald mit Fasanerie.
Öhlenschläger, Adam Gottlob, der bedeu-tendste Dichter Dänemarks, geb. 14. Nov. 1779 inKopenhagen, bestimmte sich anfangs zum Schau-spieler, studirte eine kurze Zeit in Kopenhagen dieRechte, machte 1805—9 eine längere Reise nachDeutschland, Frankreich, Schweiz und Italien undwurde 1810 Professor der Ästhetik in Kopenhagen,machte 1817 u. 18 eine zweite Reise nach Deutsch-land u. Italien u. st. in Kopenhagen 20. Jan. 1850als Conferenzrath. O. gründete eine neue Epochein der Dänischen Literatur (s. d.). Er schr.: Gedichte,1803; Poetische Schriften, 1805, 2 Bdc., darinAladdin, sein bestes Werk; Nordische Gedichte, dar-unter HakonJarl, 1807; Dichtungen, neue Samml.,
1810; die Trauerspiele: Axel u. Walborg, Palnatoke,Correggio, Hugo von Rheinberg, Erich u.Abel, So-krates rc.; Lustspiele: Freias Altar u. a.; das Sing-spiel: Die Räuberburg; Helge (Romanzencyclns);Die Insel im Südmeer, (deutsche Ausgabe) Stuttg.1826, 4 Bde.; das Epos: Nordens Gnder, 1819;Gedichte, deutsch von Legis, Leipz. 1829; Amleth,1846, deutsch von Zeise, 1849, rc. Er übersetzte auchHolbergs Lustspiele, Lpz. 1822 f., 4 Bde.; Sämmt-liche Schriften in mehreren Ausgaben, worunter diebeste die Liebenbergsche, 1857 s., 32 Bde.; deutscheAusg. Brcsl. 1829 s., 18 Bdchn. (im 1. u. 2. seineSelbstbiographie); Werke, n. Samml., ebd. 1839,21 Bde. Nach seinem Tode erschien noch: MeineLebenserinnerungen (deutsche Ausg.), Leipz. 1850,4 Bände. °-
Erhler, Gustav Friedrich von, alttestamcnt-lichsr Theolog, geb. 10. Juni 1812 zu Ebingen(Württemberg); studirte in Tübingen, war daselbstRepetent der Theologie 1337 —1840, sodann bis1845 Professor am theolog. Seminar zu Schönthal.In diesem Jahre wurde er als Professor der Theo-logie nach Breslau berufen, wo er mit der altlnthc-rischen Partei iu Verbindung trat. Von 1852 anbis zu seinem Tode 22. Febr. 1872 war er Professorder alttestamentlichen Theologie und Ephorus desevang. theologischen Seminars zu Tübingen. Inder alttestamentlichen Theologie vertrat er die ortho-doxe Richtung, doch mit den Jahren immer mehrder Kritik nachgebend. Sonst war sein theologischerStandpunkt ein gemäßigter Confessionalismus. Ö.schr.: Prolegom. zur Theologie des A. T., Stuttg.1845; Vstoristsstamsuli. vsutöntia «ko rslms postmortem kntnrls illuotrata, Stuttg. 1846; DieGrundzüge der alttest. Weisheit, Tüb. 1854; Überdas Verhältniß der alttest. Prophetie zur heidnischeuMantik, Tüb. 1861; Theologie des A. T., Tübing.1873 (vou seinem Sohne Hermann O. herausgeg.).Lehrbuch der Symbolik, herausgeg. von Joh. De-litzsch, Tüb. 1876; Verschiedene Anikel in HerzogsRealeucyklopädie, z. B. über Messias, Propheten.Lebeusbeschreib. von I. Knapp, Tüb. 1876. Löffler.
Ohlmüller, Joseph Daniel, berühmter deut-scher Baumeister, geb. 10. Jan. 1791 in Bamberg,st. 22. April 1839 in München. Er ging 1811 nachMünchen u. 1815 nach Italien u. Sicilien; wurde1820 Jnspector des Baues der Glyptothek in Mün-chen u. leitete 1830—39 den nach seinen Entwürfenausgeführten Ban der Kirche der Vorstadt Au beiMünchen, baute das Nationaldeukmal in Oberwit-telsbach, die Ottokapelle in Kiefersfelden, wurde1835 Regieruugs- u. Kreisbaurath und vollendete1837 die dem damaligen Kronprinzen Maximilianvon Bayern gehörige Burg Hohenschwangau. O.cultivirte namentlich den Baustil des christlichen Mit-telalters, in welchem seine genannten Hauptwerkeausgeführt sind, doch war er auch in den Formender italienischen Renaissance wohlerfahren, wie seineTheresienkircheinHallbergmoos,seinSalinengebäudein Reichenhall u. sein Badehaus in Sieben (Ober-franken) beweisen. Regnet.
Ohm (Aam), veraltetes Flüssigkeitsmaß, bes. fürWein, nach den verschiedenen Ländern ziemlich volleinander abweichend, von 100—160 I.
Ohm, Georg Simon, bedeutender Mathema-tiker u. Physiker, geb. 16. März 1787 in Erlangen;
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PiererS Univerfal-ConverlatimS-Lexilon. ö. Aast. XIII. Band.