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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Ogygia

Böotos, nach Andern böotischer Autochthon; dieBöotier nannten ihn noch König der Hcktener, undEinige schreiben ihm die Erbauung Thebens zu,welches, so wie ganz Böoticn, daher Ogygia ge-nannt wurde. Die nach ihm genannte Ogy gischeFluth beziehen Einige auf eine ÜberschwemmungBöotiens durch den Kopaissee unter seiner Negier-ung; Andere identificiren dieselbe mit der Deukalio-nischcn Fluth. Auch das ägyptische Theben heißtöfters das Ogygische, u. O. soll hier König gewesensein, als Kadmos nach Griechenland ging. AttischeSagen nennen ihn als den ältesten König von Attika.

Ögyflla, 1) s. Ogyges. 2) Die Insel der Ka-lypso', heißt bei Homer der Nabel des Meeres.

Ohio, 1) (von den Franzosen Im belle RI vieregenannt) der volkswirthschaftlich wichtigste Nebenflußdes Mississippi (s. d., wo auch Literatur); entstehtausAlleghanyn.Monong ah ela,welche (elftererinPennsylvanien,letzterer inVirginia) auf derNord-westscite der Alleghanies entspringen und sich beiPittsburg in Pcnnsylvanien unter dem Namen O.vereinigen. Von diesen beiden Qnellflüssen ist derMonongahcla der bciWeitemwichtigere, La er durcheines der reichsten Kohlenreviere der Union fließt,kanalisirt ist und jährlich etwa 50 Mill. Ctr. Kohlentransportirt. Der von der Vereinigung an schiffbareStrom fließt anfangs uordwcstl.durch Pennsylvanien,bildet darauf die Grenze zwischen den Staaten Ohio».Virginia, darauf zwischen Ohio u. Kentucky, dannzwischen Indiana, Illinois u. Kentucky u. vereinigtsich bei Cairo mit dem Mississippi. Seine bedeutend-sten Nebenflüsse sind: in Pennsylvanien: Big Bea-ver; in Ohio (von rechts): Muskiugum, Hocking,Scioto (dem entlang der Ohio-Kanal nach dem Cu-yahoga, s. unten, u. somit nach dem Erie See führt)u. Miami; in Virginia (von links): Great n. LittleKanawha u. Big Sandy; in Kentucky (von links):Licking, Kentucky, Salt, Green, Cnmberland undTennessee; in Indiana (von rechts): Anderson undWabash n. in Illinois (ebenfalls von rechts) Saline.Die Ufer des O. zeichnen sich durch Naturschönheitenaus; seine Stromlänge beträgt einschließlich seinerKrümmungen 1583 km, in gerader Linie aber nur988 lern; Gefälle nur etwa 8 ein auf 1 km, ausge-nommen bei Lonisville in Kentucky, wo er auf derStrecke von 3 km 7 m fällt, doch wird diese Stelledurch einen Kanal umgangen. Im Winter wird dieSchifffahrt durchschnittlich 8 bis 10 Wochen durchTreibeis unterbrochen. Das Stromgebiet des O.umfaßt 524,265 H>km; die Länge der Lurch ihn u.seine Nebenflüsse gebildeten schiffbaren Wasserstraßen1600 km. Von den etwa 1000 Schiffen, die den O.befahren, sind die Hälfte Dampfer. Der 495 kmlange, 152 Schleusen zählende O.-Kanal und diezahlreichen Eisenbahnen, welcheden Strom berühren,oder ihn begleiten, tragen dazu bei, daß der Stromden Hauptverkehrsweg zwischen dem Stromgebietedes Mississippi u. des Lorenzo, resp. den CanadischenSeen bildet. 2) Staat der nordamerikan. Union;grenzt im N. an Michigan u. denErieSee, imO.an Pennsylvanien, im SO. an Virginia, im S. anKentucky (von letzteren beiden durch den Ohio ge-trennt) und im W. an Indiana; 103,515 f^km(1879,, IHM) mit 2,665,260 Ew., darunter 62,213Farbige. Dem großen Mittelgebieteder BereinigtenStaaten angehörig, hat O. im Allgemeinen den Cha-

— Ohio.

raktcr eines Tafellandes, ist im O. hügelig, im NW.eben u. theilweise sumpfig, im W. von großen Priyrien u. dichtenWaldnngen erfüllt. Die Bewässer-ung des Staates ist reich und mannigfaltig; derHauptstrom ist der Ohio mit seinen oben genanntenNebenflüssen; die bedeutendsten der in den Erie Seemündenden Flüsse sind Manmee u. Cuyahoga, beidekanalisirt u. den Erie See einerseits direct mit demMississippi, anderseits (durch den Ohio-Kanal, s.oben) mit dein Ohio in Verbindung setzend. Einzweiter wichtiger Kanal des Staates ist der 286 kmlange Miami-Kanal, es verfügt daher O. über einKanal,letz von 781 km, steht aber in dieser Hinsichtsowol gegen New Jork (1498 km), als gegen Penn-sylvanien (1044 km) zurück. Das Klima ist imAllgemeinen gemäßigt u. gesund, zeigt aber größereLontraste zwischen Winter u. Sommer, als die östl.von den Alleghanies gelegenen Staaten. DieSom-mer sind häufig anhaltend heiß und dürr. In Cin-cinnati beträgt die mittlere Jahrestemperatur -s-10"k., mittlere Sommertemperatur -j-l8°K., mittlereWintertemperatnr -t- 0,z° R. In den sumpfigenGegenden im Norden des Staates sind epidemischeFieber nicht selten. Der Boden ist durchgehendsfruchtbar und vorzüglich zum Mais- u. Weizenbangeeignet. Werth der Prodncte 1870: des Ackerbaues101,^ Mill. Doll., des Viehstandes 96,», der In-dustrie 269,,, des Bergbaues 7,» Mill. Doll. Kohlenund Eisen sind in ungeheuren Lagern und in guterQualität vorhanden. Der Staat hatte 1875 8843km Eisenbahnen. Bezüglich seines Verhältnisses zuden übrigen Staaten der Union s. NordamerikanijcheUnionsstaaten 6. Eintheilung in 88 Counties; Haupt-stadt ist Columbns.

Die gegenwärtige Verfassung des Staates da -tirtvom l.Sept. 1851. An der Spitze der Executivesteht ein Gouverneur, ihm zur Seite ein Bicegou-verneur (zugleich Präsident des Senats), einStaats-secretär, Staatsauditor, Schatzmeister u. General-StaatSanwalt, welche sämmtlich ans zwei (nur derAuditor aus vier) Jahre vom Volke gewählt werden.Der Gouverneur hat für alle Vergehen u. Verbre-chen (ausgenommenHochverrath u.Amtsverbrechen)das Begnadigungsrecht, doch muß er für jeden ein-zelnen Fall der Gesetzgebenden Versammlung seineGründe mittheilen. Die Gesetzgebende Gewalt ruhtin den Händen einer Osnornl Lossmblz-, welcheaus einem Senat von 36 u. einem Repräsentanten-harrs von 105 Mitgliedern jedesmal auf zwei Jahrebesteht. Die Ovnsral A.8somblz- versammelt sich nnJanuar aller zwei Jahre in Columbns. Bei derallgemeinen Wahl jedes 12. Jahres muß die Fragedem Volke vorgelegt werden, ob eine Conventionzur Revision, Änderung oder Amendirung der Con-stitution stattfinden soll. O.sendetzumCongreß nachWashington zwei Senatoren und 20 Mitglieder insRepräsentantenhaus. Die Finanzen sind in gutemZustande; am 15. Nov. 1875 betrug die Staats-schuld 7,950,000 Doll. In Bezug ans Las confes-sionelle Bekenntniß nehmen die Methodisten die ersteStelle ein; es folgen Presbyterianer, Baptisten,Römische Katholiken, Deutsche Protestanten (darun-ter namentlich Lutheranerrc.). FürUnterrichtu.öffentliche Bildung wirdinO.sehr gut gesorgt,u. namentlich geschieht von Seiten des Staats sehrviel für dasVolksschnlwesen. AnhöherenUnterrichts-