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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Öffnung des Munde!

jeder Anführer einer Anzahl von Soldaten, wenn erim Range über deroberstenUnteroffizierscharge(demFeldwebel) steht. Mit der Dienststellung eines O-sist indessen nicht immer der Befehl über eine Trup-penabtheilnng verbunden, indem die verschiedenenZweige derHeeresorganisation die Verwendung vonO-en auch außerhalb der Trupps bedingen, wie z. B.als Adjutanten, im Generalstabe, bei den militäri-schen Unterrichtsanstalten, den technischen Etablisse-ments rc Je nach der Größe der einem O. unter-stellten Trnppenabtheilnng od. der Wichtigkeit seinerDienststellung werden verschiedene Rangstufen unter-schieden, deren niedrigste die Snbaltern-O-e bilden,zu welchen die Lieutenants zählen. Diese zerfallenin zwei Klassen, Premier- und Secondelieutenants(Ober- n. Unterlieutenants, Disutsrmnts u. 8ons-lisubonants); sie haben meist kein selbständiges Com-maudo, sondern sind die Gehilfen der Compagnie- rc.Chefs, unter deren Verantwortung sie die Aussichtüber einen Thcil der Compagnie rc. (Zug) od. überbestimmte Zweige des militärischen Dienstes führen.Auf die Subaltern-O-e folgen die Hauptleute, beider Cavalerie u. dem Train Rittmeister genannt; siehaben das Commando über eine Compagnie, Esca-dron od. Batterie und werden meist in zwei Klassengetheilt, die indessen die gleiche dienstliche Stellunghaben n. nur verschiedenen Gehalt beziehen. Hier-aus folgen die Stabs-O-e, zu welchen die Majore,Oberstlieutenants u. Obersten zählen. Mit der letz-teren Charge ist gewöhnlich das Commando überein Regiment verbunden, während die Majore undOberstlientenants als Bataillons- undAbtheilungs-commandeure od. als etatsmäßige Stabs-O-c ver-wendet sind; die letzteren haben kein besonderes Com-mando, sondern besorgen bei den Regimentern dieökonomischen Geschäfte. Im deutschen Heere ist in-dessen für die einzelnen Stabs-O-schargen kein be-stimmtes Dienstverhältnis; festgestellt und es kann dieStellung eines Regiments-Commandenrs auch voneinem Major oder Oberstlieutenant eingenommenwerden. Die größeren Truppenkörper (Brigaden,Divisionen, Armeecorps rc.) werden von Generalen(s. d.) befehligt, Brigaden theilweise auch von Ober-sten. Außer den O-en des stehenden Heeres habendie meisten europäischen Staaten noch O«e des Be-urlaubtenstandes,die entweder als Reserve-O-e einemTruppentheil zugewiesen sind od. der Landwehr an-gehören. Die Gesammtheit der O-e eines Heeresbildet dessen O-scorps, welch letztere Bezeichnungauch für die bei einem Regimente od. selbständigenBataillon stehenden O-e gebräuchlich ist. In mehre-ren Armeen zählen auch die Portepeefähnriche zu denO-en; in der deutschen Armee ist dies zwar nichtder Fall, doch werden die Portepeefähnriche in man-chen Beziehungen, namentlich was ihre gesellschaft-liche und wissenschaftliche Weiterbildung betrifft, zuden O-scorps beigezogen. Außer der dienstlichenund wissenschaftlichen Qualification zum O., welchletztere in einem besonderen Examen nachzuweisenist, bleibt die Ernennung eines Portepeesähnrichsznm O. von der Wahl des O-corps des betreffendenTruppentheils abhängig. Die O-scorps der Marinesind ähnlich wie die der Landarmee, nur mit andererChargenbezeichnung, eingetheilt. 2)See-O. vgl.unterMarine, Marine-Akademie ».Marineschule, s-Öffnung des Mund es istdie Ceremonie, welche

s — Öger od. Agcr.

in einem öffentlichen Consistorium von dem Papstan jedem neuen Cardinal vorgenommen wird umdiesem dadurch Sitz n. Stimme in dem Cardinals-Collegium zu verleihen.

O'Flanagan , James Roderick, irischerSchriftsteller, geb. 1. Sept. 1814 in der GrafschaftCork; widmete sich der Advocatur und wurde 184söffentlicher Anwalt für Cork. Nach dem Erscheinenseiner Imprssoioiw atiwms anä abroack, Land. 18372 Bde. (Reise-Eindrücke vom Continent) wandte ersich mehr und mehr der Schriftstellern zu u. schriebaußer einigen Novellen, Beiträgen für das DublinDniversitz-LlaZmmns, Dublin Latnräs-z Uaxaeinsnamentlich Plus Diks ancl rvritinAs ak tbo Iiftstbistorirrn llobn D'^Iton, in den Sitzungsberichtender Rozml Irislr rloaäsmx, deren Mitglied er seit1853 ist; Distorz- okDnnckallc (mit D'Alton), Dnbl.1861; Lar Diks ob O'OonnsII, Dnbl. 1866; iftslivos ok tbs Dorck Olianoollors anck lösopors ok tllo§reat ssal ok Irslanck, ebd. 1870, 3 Bde.

Ofterdingen, Heinrich von, siehe Hein-rich 60).

Ogden, Sitz des Weber-County im nordamer.llnionsterritorium Utah, an der Mündung des Og-den in den Weber River, Station der Union- undCentral-Pacificbahn, mit Abzweigung der Utah-Ccntral-Bahn; 3127 Ew., fast ausschließlich Mor-monen , die einen großen Tempel besitzen.

Ogdensburg, Stadt u. Einfuhrhafen im St.Lawrence County des nordamerikan. UnionsstaatesNew Jork, an der Mündung des Oswegatchie inden Lorenzostrom, Prescott gegenüber, mit dem esdurch eine stehende Brücke verbunden ist; Eisenbahn-knotenpunkt, Sitz eines katholischen Bischofs, Aka-demie; Eisenwerke, Maschinenwerkstätten, bedeuten-der Getreidehandel; 10,076 Ew.

Ogeechec, 300 Lin langer Fluß im nordameri-kanischen Unionsstaat Georgia, entspringt im GreenCounty, ist im unteren Lauf mit dem SavannahLurch einen Kanal verbunden u. mündet in den St.Katherine Sund des Atlantischen Oceans.

Oger, so v. w. O^rs.

„ Öger oder Ager (od. ohne Flexionsendung öge,Äge; isländ. OoZir, ^o§1r, letzteres nach Gislasonsneuester Untersuchung besser), Meer-Riese. Ob derRiese Lä (isländisch Dior), den man sich auf derInsel Läsö,„Lessö im Kattegat, wohnhaft dachte, mitRecht mit Ö. identificirt worden ist, dürfte einigemZweifel unterworfen sein. O-s Gemahlin Ran suchtdie Seefahrer in ihrem Netze zu fangen u. hält dieSchiffs mit ihrerHand fest. Die Namen ihrerTöch-ter sind bloße poetische Bezeichnungen der Wellen.Zwischen den Göttern u. O. war, obschon er zu denRiesen gehörte, Friede geschlossen unter der Beding-ung, daß er ihnen jährlich ein Trinkfest geben sollte.Zum Brauen des hierzu nöthigen Bieres holte Thorihm einen ungeheueren Kessel (hierüber das Edda-lied D/mis-tjvicka). Bei einem solchen Gelage töd-tete Loki, erzürnt über das Lob, das die Götter denDienern Ö-s, Funafcngr u. Eldir, spendeten, dererstcren. Darauf zankte sich Loki mit allen anwesen-den Göttern, welcher Dialog im Eddaliede (isländ.OsAisärsIcicn, od. Doicassnnä) dargestellt wird. BeOhlenschläger und anderen neueren Dichtern ist.O,unrichtig zu einem der Götter gemacht worden; Oh-lenschläger stellt ihn dar als einen gütigen, milden