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Odysseus.
Agamenmons mit Achilleus, ermahnte die Griechenzum muthigen Ausharren, als sie mehrere Male dieBelagerung aufgeben u. nach Hanse ziehen wollten;ging mit Diomedes in das trojanische Lager und er-beutete die Rüstung des Kundschafters Dolon u. dieRosse des Nhesos; gewann nach dem Tode des Achil-leus dessen Waffen im Streit mit Ajax Telamouios;nahm auch an dem Raube des Palladium Theil n.war in dem hölzernen Pferde eingeschlossen; s. Tro-janischer Krieg. Merkwürdiger noch ist er durch seinezehnjährigen Irrfahrten nach dem Falle Trojas ausder Heimkehr, welche Homeros in der Odyssee schil-dert. Mit Beute beladen ging er zuerst mit Diome-des u. Nestor unter Segel, kehrte aber in Tenedoswieder zu Agamemnon um. Als er wieder (allein,mit 12 Schiffen) absegelte, trieb ihn ein Sturm zuden Kikonen in Thrakien, deren Stadt Jsmaroser plünderte. Bald kamen aber die Nachbarn heranund verjagten ihn, nachdem er viele Gefährten hierverloren hatte. Ein neuer Sturm verschlug ihn, alser um das Vorgebirge Malea fahren wollte, zu denLotop Hagen in Libyen, wo es seinen Leuten so ge-fiel, daß er sie mit Gewalt zu den Schiffen treibenmußte. Dann nach W. geworfen, kam er in dasLand der Kyklopen, wo er mit 12 Gefährten inder Höhle des Polyp hemos Zuflucht suchte, wel-cher aber sechs seiner Gefährten fraß. Darauf machteihn O. trunken, stach ihm mit einem Pfahle daseinzige Auge aus u. entkam mit seinen GesährtenDie Blendung des Polyphemos war der Grund desZornes, in welchem Poseidon von nun an gegen O.entbrannte. Indessen gab ihm Äolos, Gott derWinde, welchen er auf der Äolischen Insel traf,günstige Winde in einem Schlauche für die Fahrtnach Jthäka. Aber während O. schlief, öffneten dieGefährten neugierig den Schlauch n. entfesselten sodie Winde, welche die Schiffe nun nach der Äoli-schen Insel zurllckwarsen, wo O. vom Äolos zornigabgewiesen ward. Er landete min bei den riesigenLästrygonen, deren König Antiphates war. Diesevernichteten Geschwader n. Bemannung u. O. ent-kam mit nur einem Schiffe. Nun kam er zur KirkeaufderJnselÄa, welche seine Gefährten in Schweineverwandelte. Er selbst von Hermes mit dem KrautMoly versehen, welchesdenZaubernnwirksam machte,zwang die Zauberin, denselben ihre Gestalt wiederzu geben u. verweilte darauf ein ganzes Jahr beiihr. Als er die Rückkehr verlangte, schickte ihn Kirkeerst in die Unterwelt, um dort den Tiresias wegenseiner Heimkehr zu befragen. Am äußersten Ocean,wo die Kimmerier wohnen, stieg er hinab in denHain der Persephone u. die Wohnung des Hades, u.nachdem er die vorgcschriebenen Todtcnopfer gebrachthatte, erschienen die Schatten des Tiresias u. vielergriechischer Heroinen (unter ihnen seine Mutter An-tiklea) u. Heroen, mit denen er sprach; von Tiresiaserfuhr er, daß ihm Poseidon die Heimkehr erschweren,daß sie ihm aber gelingen werde, wenn er die >son-nenrinder aus Thrinakia schonte. Darauf zur Kirkezurückgekehrt, wurde.O. von dieser entlassen u. fuhrostwärts gen Jthaka an der Insel der menschentöd-tenden Sirenen vorüber; er ließ seinen Gefährtendie Ohren mit Wachs bestreichen, damit diese denGesang der Sirenen nicht hörten, während er sicham Mast fest binden ließ, damit ihn die Sirenen nichtbethörten, bei ihnen zu landen. Diesen entgangen,
er zwischen dem Felsen Skylla und demStrudel Charybdis durch, worauf er die InselThrinakia erreichte, wo die Sonnenheerden wei-deten. Hier wurden sie längere Zeit durch Wind-stille gehalten, und obgleich die Gesährten ihm ge-schworen hatten, keines der Thiere zu nehmen, schlach-teten sie doch, von Hunger gequält, einige derselben.Darüber beklagte sich Helios beim Zeus, und diesererschlug die weiter Segelnden alle mit dem Blitze aufoffenem Meere, nur O. rettete sich ans den Mast-banm n. kam nach Ogygia, der Insel der Kaly pso,welche ihn sieben Jahre bei sich behielt. Aber O.sehnte sich von dem reizenden Aufenthalte weg nachHause, und während der Abwesenheit des Poseidonaus dem Götterrathe wurde ans Fürbitte der Athene,der Schntzgöttin des O., Zeus bewogen, die Rück-kehr des Helden zu gewähren, n. durch Hermes derKalypso der Götterbeschlnß verkündigt. "Mit einemselbstgebauten Flosse verließO. dieJnsel derKalypsou. schon schien er nach 17tägiger Fahrt dem Vater-lands nahe, als der heimkehrende Poseidon einenSturm sendete, welcher das Floß des O. zertrüm-merte. Rettend lieh indessen Leukothea (Ino) demO. ihren Gürtel, u. dieser trug ihn nach zweitägigemSchwimmen zu Schema, der Insel der Phäaken;hier fiel er in einem Walde ermattet in Schlaf. Amanderen Morgen reinigten Nausikaa, Tochter desKönigs Alkinoos u. der Arete, n. ihre Mägde Wäscheam Meere, u. durch ihr Schreien beim Spiel weck-ten sie ihn auf. O. entdeckte sich der Nausikaa, wo-rauf sie ihm Kleider und Speise gab und ihn in dieStadt zu ihren Eltern führte. Der Vater nahm denUnbekannten gastlich auf und veranstaltete zu seinerEhre öffentliche Spiele, an denen O. rühmlich Theilnahm, und ein Gastmahl, bei welchem der SängerDemodokos die Kämpfe der Griechen vor Troja sang;indem O. über den Gesang weinte, verricth er sichu. erzählte nun seine Geschichte. Von den Phäakenmit Geschenken ans ein Schiff gebracht, erreichte ersein Vaterland Jthaka nach 20jähriger Abwesenheitschlafend; die Schiffer trugen ihn an den Strand u.ließen ihn schlafend liegen. Als er erwachte, wußteer nicht, wo er war; seine Beschützerin Athene sagteihm, daß er in Jthaka sei, gab ihm die Gestalt einesalten Bettlers u. gebot ihm, sich Niemand zu ent-decken u. zunächst den alten Eumäos, denSchweine-hirten n. treuen Diener des Hauses, unter fremdenNamen anfzusuchen. Von diesem wurde er freund-lich ausgenommen u. meldete ihm, daß O. noch lebeund bald heimkehren werde. Am 3. Tage erschienTelcmachos bei Eumäos, und ihm entdeckte sich O.als seinen Vater. In dem Hause des O. war esunterdessen wild hergegangen. Als mehrere Jahrenach Trojas Einnahme u. nach der Rückkehr allerHelden die Rückkehr des O. nicht mehr gehofft wer-den zu können schien, hatten sich eine Menge Fürsteu-söhne im Hause des O. aus Jthaka u. den benach-barte» Inseln als Freier eingefunden, welche inPenelope drangen, sich unter ihnen einen neuen Gat-ten zu wählen, n. dabei die Vorräthe n. Heerde» desO. verzehrten. Unter diesen Freiern zeichneten sichvor allen Eurylochos u. Antinoos durch Frevelsinnu. Unthaten aus. Jahre lang hatte Penelope dieFreier unter dem Vorwand hingehalten, erst dasLeichengewand für ihren Schwiegervater Laertesweben u. dann wählen zu wollen; da sie aber des