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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Odont... u. Odviito... — Odyslcus.

Verschwörung zu Stande brachte; doch da das Unter-nehmen in Pampeluna mißlang, floh O. wiedernach Frankreich. Nach dem Sturze Esparteros 1843wurde O. Generalcapitän auf Cuba, ward aber,weil er gegen den Sklavenhandel vorging, 1848 zu-rückberufen, trat in den Senat ein n. schloß sich derOpposition gegen Bravo Murillo an. Unter demMinisterium Narvaez erhielt er den Posten eines Ge-neraldirectors der Infanterie, welchen er bis 1851bekleidete. Die zunehmende» Jntrigueu am Hofemachten ihn aus einem Christino zu einem Moderadou. veranlaßten ihn, gegen die herrschende Partei imMinisterium und gegen die Günstlinge des Hofes zuwirken. Verdächtigt, eine Verschwörung angezetteltzu haben, sollteer 1854 verhaftet werden, entkamaber u. hielt sich nahe bei Madrid in dem Dorfe Ca-ualigo versteckt. Als wegen der neuen Zwangsan-leihe im Sommer 1854 große Unzufriedenheit gegendas Ministerium entstand, kam er aus seinem Ver-steck hervor u. brachte 28. Juni die längst vorberei-tete Verschwörung zum Ausbruch, als deren Zweckvon ihm Rückkehr zur Verfassung von 1837, Auf-rechterhaltung der Königin Jsabclla, ewige Verbann-ung der Königin-Mutter u. Rückgängigmachung derZwangssteuer bezeichnet wurde. Nachdem die mei-sten Gencralcapitäne mit ihren Truppen u. auch Es-partero sich mit ihm vereinigt hatten, mußte die Kö-nigin das bisherige Ministerium entlassen, Csparterowurde zum Ministerpräsidenten u. O.zum Marschallu. Kriegsministcr ernannt. Nach der Revolution imJuli 1856 erhielt O. den Vorsitz im königlichen Ca-binet, mußte aber im October d. I. denselben anNarvaez abtreten. Am 1. Juli 1858 trat er alsKriegs- u. Colonialminister wieder an die Spitze desCabinets, erhielt im Dec. 1859 den Oberbefehl überdie Armee gegen Marokko, siegte 4. Febr. 1860 beiTetuan u. beendigte nach einem abermaligen Siegeunweit Tetnan (23. März) den Feldzug, worauf erzum Herzog von Tetuan ernannt wurde u. wiederaus seinen Ministerposten zurückkehrle. Nachdem ernoch vom 15. Jan. bis 26. Febr. 1863 an der Spitzeeines neuen Cabinets gestanden, bildete er nach Un-terdrückung der Militärrevolution Juni 1865 wiederein neues Ministerium, mußte aber 16. Juli 1866Narvaez weichen. Nach kurzem Aufenthalt in Pariskehrte er nach Madrid zurück u. st. 6. Nov. 1867 inBayonne. Bartling.

Odont ... u. Odonto ... (v. Gr.), Zahn ..;so Odontagogum, eine Zahnzauge; Odonta-gra, Zahnschmerz, besonders gichtischer (Dentagra);Odontalgie, Zahnweh; odontalgische Mittel(Oäontaigfloa), Mittel gegen Zahnschmerz. Odon-tologie, Lehre von den Zähnen.

Odontine od. kasta äsntikrleia, (8apc> äsutü-krioius) ist eine roth gefärbte angenehme Zahnpaste,die als Grundlage irgend eine Seife enthält, meistmit Glycerin sowie mit verschiedenen theils minera-lischen, theils pflanzlichen Stoffen gemengt, mit ir-gend einem ätherischen Öl aromatisirt u. mit Coche-nille gefärbt. In neuester Zeit wird die O. häufigaus Provencerölseise, kohlensaurer Magnesia, Veil-chenwurzel, Talk, Zuckersyrnp, Pfefferminzöl undCarmin dargestellt. Als ktinMsIi ockoutüus bezeich-net man dagegen ein aus Chloroform (20) u. Kam-pher (5) bestehendes Antodontalgicum (Mittel gegenZahnschmerz). v. Mering.

Oüontites Dub., s. ünpürasia.

Odonto lith cn (Odontop etren), Versteinerungenvon Zähnen.

Odontom.einebiswallnußgroßeZahngeschwnlst,

die vorzugsweise aus Zahnbein (Dentin) besteht u.auf eine Wucherung der Zahnpulpa zur Zeit derEntwickelung des Zahnes zurückzuführen ist.

Odor (lat.), Geruch, welchen etwas verbreitet. 0.Iiiroiuus, Bockgeruch, eigenthümlicher Geruch bei -Exanthemen, bcs. bei Pockenkranken; OllornmontaRäucherwerk, Specerei; Oäoratio (Ocioratns), derGernchsinn; Ocioratus (Oäorus), wohlriechend.

Odorico von Pordenone, ein Franciscaner-Mönch, der 1317 über Indien, Sumatra, Cochin-china nach Kanton, von dort zu Lande über Nankingnach Peking reiste, wo er mehrere Jahre verweilte.1330 kehrte er zu Laude zurück u. st. 1331. Seinviele morgenländische Sagen enthaltender, aber Lochwerthvoller Reisebericht ist oft gedruckt; am meistenwurde er bekannt dadurch, daß Mandeville (s. d.)ihnabschrieb. Vgl. Aule, Oubaz-, Land. 1872.

Odra», alte Stadt imBez. Troppau des österreich.Herzogthnms Schlesien, an der Oder, unweit dermähr. Grenze; Schloß, Streichgarnspinnerei, Fa-brikation von Tuch, Schafwollen- u. Baumwollen-waaren, Leinwand, Handschuhen, Gummiwaaren u.Pfeifen, 4Jahr- u. 2Biehmärkte; 1869: 4221 Ew.

(mit Neumarkt 4182).

Odschiblväs, Jndianerstamm vomHanptstamnider Algonkincr.

Odschi-Sprache, die Sprache der Aschanti,Fanti, Akra u. noch mehrerer Stämme auf der West-küste Afrikas. Sie ist verwandt der Ewe-Sprache. 'Grammatik von Riis, Bas. 1853—54. 1

Odyssea, Epos des Homeros (s. d. u. Odysseus).

Odysseus (bei den Römern Ulixes od. Ulysses),König auf Jthaka, Sohn des Laertes u.der Antitleas. Erzählung in der Jliaüe u. Odyssee. AlsJüngling machte er einen Besuch bei seinem miiltcr-lichen Großvater Autolykos am Parnassos, wo er aufder Jagd von einem Eber verwundet wurde. SeinVater schickte ihn dann nach Messene, um Vergeltungvon den Messeuiern für geraubte Schafe zu fordern,wo er von Jphitos den ungeheuren Bogen zumGastgeschenk erhielt. Nachdem Laertes ihm das kleine,die Inseln Jthaka, Same, Zakynthos, Kephallene u.einen Theil des gegenüberliegenden Festlandes um-fassende Reich abgetreten hatte, vermählte er sichmit Penelope, welche ihm den Telemachos gebar.

Der Theilnahme am Trojanischen Kriege wollte ersich nicht entziehen, obschon ihm prophezeit war, daßer erst nach zwanzig Jahren znrückkehren wurde.Schon vor dem Zuge war er mitMeuclaos inTrojagewesen, um die Rückgabe der Helena in Güte zu ,bewirken; dann hatte er mit Nestor den Achilleus u. !

Patroklos zum Zuge abgeholt. In dem Kriege vor !

Troja greift er bedeutend ein u. kommt häufig vor. >

Er zeigt sich als reifer, stets besonnener, nie ver- ^

legener, erfindungsreicher Mann des Verstandes, >der Willenskraft, Ausdauer, Festigkeit, als das Augedes Heeres, gelegentlich als wahrheitbeugender Di-plomat; seine wichtigste Nolle spielt er als Redneru. Sprecher von hinreißender Gewalt, obgleich auchseine Tapferkeit Lob verdiente. Um seiner Klugheitwillen ist er ein Liebling und Schutzbefohlener derGöttin Pallas Athene. Er versnchte die Aussöhnung