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«tlLstsLs, verzweigte Zellsädeu, die bisweilen zueiner Schicht verbunden sind; die Antheridien ent-halten nur ein Spermatozoid u. nach erfolgter Be-fruchtung entwickelt sich um das Oogonium eineRindenschicht ans-den unterhalb des'Oogoniumshervorsprossenden Fäden; Gatt. Oolsocllmets. Engter.
OellogoniumL/c., Pflanzengatt, aus der Algenfam.derOslloKoniaosao; Süßwasseralgen, einfache Zell-fäden mit oft haarförmigen Endzellen, anfangs anSteinen od.Wasserpflanzenfestsitzend, spätersrei. Be-fruchtungsorgane zwischen den vegetativenZellcn desFadens sitzend, größere, kugelförmige, die Oogonien,u. kleinere, scheibenförmige, die Antheriden, letzterein Reihen von 10 —12. In jeder derselben bildensich zwei Spermatozoiden in je einer Tochterzelle desAntheridiums; diese schwärmen aus und dringen indie Oogonien ein, welche sich entweder mit einerPore od. dadurch öffnen, daß die an ihrer Spitze fol-gende Nachbarzelle sich an der einen Seite ablöst u.
! in der die Spalte verschließenden secundären Mem-! dran ein Loch entsteht. Nach Befruchtung der imi Oogonium eingeschlossenen Oosphäre entwickelt sichdie Oospore, aus welcher zunächst vier Schwärm-! sparen hervorgehen, von denen eine jede zu einemjungen Pflänzchen auswächst. Bei einigen Arten je-doch entsteht aus jedem Antheridium eine Schwärm-spore, welche sich in der Nähe des Oogoniums sest-setzt u. zu einem kleinen, nur 2—Zzelligen Pflänzchen(Zwergmännchen) entwickelt, das ein Antheridiumträgt, Lessen Spermatozoiden dann das benachbarteOogonium befruchten. Die Arten finden sich insiagnirenden Wässern, Tümpeln, Pfützen. Trocknendiese aus, so bilden sie wie Olaäoplwra filzige, aberdünnere Überzüge, die Meteorpapier, Wiesenhaut,Wiesenleder genannt werden. Engter.
O'Donnell, eine von dem alten u. angesehenen^ Geschlechts der Schloßherrn auf Dunegal u. Dynastenim früheren Tyrconell in Irland abstammenden Fa-milie. Nachdem die O'D-s in ihren Kämpfen mit denO'Neals ihre Besitzungen verloren, erhielten sie die-selben unter der Königin Elisabeth wieder u. wurden^ in Roderik O. von König Jakob I. 1603 zu Baro-nen von Dunegal u. Grafen von Tyrconell erhoben.Infolge des Sieges Wilhelms III. am Boynefluß(11. Juli 1690) verließen sie ihr Vaterland u. wand-ten sich in das Ausland, bes. nach Spanien u. Öster-reich. L) Grafen O. von Tyrconell, in Öster-reichansässig: 1) Graf Karl, geb. um 1715, tratl früh in kaiserliche Dienste u. focht am Rhein und inBayern, war 1746 als Oberst in der Schlacht von: Piacenza und wurde hier General. 1756 nach der
Schlacht bei Lowositz wurde er Feldmarschalllieute-nant, nach der Schlacht bei Kollin 1758 General derCavalerie, trug viel zu den Siegen bei Hochkirch u.Maxen bei, übernahm für den verwundeten Daunbei Torgau das Commando u. führte das Heer nachBöhmen; 1762 war er in Schlesien, wurde von demHerzog von Bevern bei Reichenbach geschlagen undverlor Schweidnitz; 1764 wurde er commandirenderGeneral in den Niederlanden, dann Generalinspec-1 tor der Cavalerie, 1768 Generalgouverneur in Sie-! benbürgen u. st. 26. März 1771 in Wien. 2) GrafMaximilian, Sohn des FeldmarschalllientenantsGrafen Moritz O., geb. 29. October 1812; trat1830 in die österr. Armee ein und durchlief seitdemdie verschiedenen Offiziergrade bis zum Öbersten.
— O'Loniicll.
1848 focht er in Italien, 1849 in Ungarn u. wurdedarauf Iliigeladjutaut des Kaisers Franz Joseph.Am 18. Febr. 1853 wendete er durch seine Geistes-gegenwart das von Libenyi auf den Kaiser unter-nommene Attentat ab u. wurde dafür in den öster-reichischen Grafen stand erhoben mitderAuszeichnung,seinem Familienwappe» das Wappenschild des öster-reichischen Erzhauses mit dem Namenszug des Kai-sers Franz Joseph u. dem Doppeladler hinzufügenzu dürfen. Er ist Generalmajor all Ponors» u. Ehren-bürger der Städte Wien, Prag, Pest und Laibach.6) Grafen O. von Abispal, in Spanien; zuihnen gehören: 3) Joseph Heinrich, Graf vonAbispal, spanischer General, geb. um 1770 in An-dalusien; trat in die spanische Jnfautcriegarde undmachte den Feldzug 1795 gegen Frankreich mit; 1803war er Major und stieg bei der Jusurrection schnellzum General. 1810 führte er die Corps in Catalo-nien u. Valencia, wurde 23. April 1810 bei Leridavon Suchet u. 20. Febr. 1811 bei Vique von Auger-eau geschlagen, eroberte aber 14. Sept. La Bispal,wofür erden Titel Graf von Abispal erhielt. 9. Jan.1812 wurde er bei der Übergabe von Valencia ge-fangen, jedoch bald wieder befreit u. Commandeurder Armee von Valencia, mit der er 21 . Juli beiCastella von Suchet geschlagen wurde. 1813 stander in NSpanien und war bei der Schlacht an denPyrenäen, gerieth jedoch später mit Len Cortes inZwiespalt und wurde eingekerkert; 1814 nach derWiedereinsetzung Ferdinands VII. wurde er Gcne-ralcapitän von Andalusien, 1815 Commandeur derGrenzarmee u. 1818 Gouverneur von Cadiz. 1818sollte er ein Corps nach SAmerika führen, als ge-rade bei seinem Abmarsch die Verschwörung auf derInsel Leon ausbrach, die er schnell dämpfte; da ersich jedoch durch seinen politischen Wankelmuih beiseinen Truppen sehr verhaßt gemacht hatte, wurdeer abbernfen. 1822 zur Ünterstützuug des GeneralsO'Daly gegen Bessieres gesendet, schlug er denselbenu. übernahm nun das Commando der ersten Reserve-armee, die bestimmt war, Madrid zu decken, wurdeaber bei seinem zweideutigen Benehmen gegenübereiner Aufforderung Montijos, zur royatistischen Par-tei überzutreten, 1823 von seinem Corps genöthigt,das Commando niederzulegen. Er hielt sich nocheine Zeit in Madrid verborgen, floh dann nach Frank-reich u. st. 6. Mai 1843 aus der Rückreise nach Spa-nien, als Maria Christine zur Regierung gekommenwar, in Montpellier. 4) Leopold, Graf vonLucena u. Herzog von Tetuan, zweiter Sohndes Vorigen, spanischer Heerführer u. Staatsmann,geb. 12. Januar 1809 in Sta. Cruz de Tenerife;wurde schon l 819 Lieutenant u. 1828 Hauptmannin der spanischen Garde und 1834 Oberst; als der, Tod des Königs Ferdinand VII. das Signal zumBürgerkriege gab, trat er auf die Seite der Christi-nos, während seine Brüder auf Seiten des Don Car-los standen. Als er Cabrera zur Aufgabe der Be-
- lagerung von Lucena gezwungen hatte, ernannte ihndie Königin-Regeutin zum Grafen von Lucena, gab
> ihm Las Commando über die Armee des Centrums^ u. beförderte ihn nach Beendigung des Krieges zumGenerallieutenant. Als Espartero 1840 znm Re-: genten ernannt wurde, legte O. sein Commando nie-der, verließ Spanien u. ging zunächst nach Frank-reich, von wo aus er gegen denselben agitirte u. eine