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Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
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Odischc Musik —

schon im Homer angedeutet, ist von den attischenTragikern mehrmals, und zwar mit Abweichungen,behandelt worden. Erhalten haben sich von Sopho-kles derÖ. Tyrannos u. derÖ. aufKolonos, denenunsere Darstellung folgt. Beide znsrunmen entrollendas Schicksalsbild eines ohne seine Schuld fürchter-lich heimgesuchten, zuletzt von der Gottheit gerechter-maßen erhöhten Dulders. Das delphische Orakelprophezeite dem Laros, daß er, wenn Jokaste ihmeinen Sohn gebäre, von diesem den Tod erleidenwerde. Diesen,mit durchbohrten Fußgelenken (wo-von derName Ödipus d.i. Schwellfuß), gebotJokasteauf das Gebirge Kithäron ansznsetzen. Aber derdanrit beauftragtcHirte übergab den Säugling einemkorinthischen Hirten, um ihn aufzuziehen; dieserdem König Polybos von.Korinth, dem GattenderMcrope. Dort erwuchs Ö. Später zum Argwohnwegen seiner Herkunft veranlaßt, befragte er dasdelphische Orakel u. wurde beschicken, er werde feineMutter heirathen u. seinen Vater „nmbringen. DemEntsetzlichen zu entgehen, floh Ö. in die Fremde.Die Reise führte ihn in eine Gegend von Phokis, wodrei Wege sich kreuzten. Dort begegnete er dem ihmunbekannten Laros nebst Begleitung. Aus deinWege gedrängt, dann von Laros aufs Haupt geschla-gen , traf er diesen tödtlich und erschlug im Kampsdie Knechte; nur Einer entfloh. Kurz darauf vorTheben arrgelangt, löste er das Räthsel der Sphinxund vertilgte diese Landplage (nach anderer Angabestürzte sie sich von ihrem Felsen hinab). Dafür wardihm das Königthum und Jokastes Hand zum Lohn.Sie gebar ihm 2 Söhne, Polyneikes (bei Soph. d.ältere) u.EteokleS,u. 2 Töchter, Antigone u.Jsmeue.TegenseitigeLiebe verbandden durch dierettendeThatund dauernde Negententugenden verdienten Herr-scher und sein Volk. Nach vielen Jahren befiel The-ben Pest und Mißwachs. Das von Ö. beschickteOrakel gebot den Thebanern, die Urheber von Laros'Tode, die im Lande weilten, zu vertreiben oder zutödten. Deßhalb stellte Ö. eine Untersuchung an;das Ergebniß war die Gewißheit, daß Ö. jene Fre-vel an Vater n. Mutter begangen hatte. Aus Ver-zweiflung erhängte sich Jokaste, Ö. bohrte sich dieAugen aus. SeinSchwager Kreon, nunmehr Regent,erhörte seine Bitte um Verbannung nicht; erst laugenachherwurdeÖ. wider seinen Willen aus dem Landegetrieben. Die Söhne bekümmerten sich um ihnnicht; die Töchter begleiteten ihn ins Elend undpflegten ihn liebevoll. Ö., der seinen Söhnen ge-flucht hatte, wandcrte als Bettler durch fremde Lande.Uni die Zeit, wo seine Irrfahrt endete, vertrieb Ete-okles den Polyneikes ans Theben. Endlich erreichteÖ. die Gegend von Kolonos (bei Athen); beim dor-tigen Eumeniden-Heiligthum hatte Apollon ihm Er-lösung verheißen. Thesens, der Landeskönig, nahmihn in seinen Schutz u. empfing als Gegengabe denLeib des Ö., der ihm nach Ö-s Tode Heil bringenwerde. Nachdem sich jetzt Kreon aus Staatsklugheitim Namen der Thebaner vergebens bemüht hatte,den Ö. in seine Gewalt zu bringen, u. auch dieselbst-süchtige Bitte des zur Stelle gekommenen Polyneikesum Verzeihung abgewiesen war, begab sich Ö. unterDonnerschlägen nach der verheißenen Stätte seinesTodes, wo Stufen in eine jähe Tiefe führten. Hierverschwand er aus den wiederholten Ruf eines Got-tes; nur Thesens wußte um das Geheimniß. Aus

OeäoAoiiiaeskts.

dem Platz aber ruhte die Kraft, einst zur Schutzwehrgegen die Thebaner zu dienen. F- Zimmern,»»»/

Odischc Musik, bei den alten Griechen so v.wVocalmusik, während die Instrumentalmusik o»ganische, die orchestrischc oder pantomimische Hö-st okri tische Musik genannt wurde.

vülum (lat.), Haß.

Odo, altfranzösischer Name für Otto u. Eudes-ihn führen außer mehreren Herzögen von Burgundn. Grafen von Blois 1) O., Graf von Paris, SohnRoberts des Tapferen, erhielt für seine tapsereBer-thcidiguug von Paris gegen die Normannen, vonKarl dem Dicken die Grafschaften Angers u. Toursn. wurde nach dessen Absetzung 887 von den west,fränkischen Großen zum König des westfränkischenReiches ausgerufen. Jndeß erkannte ihn ErzbischofFulco von Reims nicht an n. krönte 893 Karl dmEinfältigen znm König, gegen den O. 1. Jan. Mzu La Fere im Kampfe fiel. 2) O.. SchlllerBernosin Clugny, war Lehrer im Kloster Beaume, folgte927 als Abt in Clugny, verschärfte die Regel Bene-dicts durch Zusätze u. strenge Übungen u. wurde soReformator des Ordens; er st. 941. 3) (Odoar-dus), vorher Mönch, seit 1105 Bischof von Cain-bray, wurde von Heinrich IV. vertrieben, weil er ^ >von ihm die Investitur nicht annehmen wollte, undst. 1113. Er war der größte Gelehrte im 11. und12.Jahrh. und gab eine Tobrapla über die Psalmenheraus; seine Opnsoula sacra stehen im 15. Bd. derKölner Ausg. der Libliotbsorr kabrum.

Odoaker (Odoacer), ein Rugier (nach andererAnnahme ein Scirs) von Geburt, Sohn desEdecooder Jdico, kam als Jüngling um 472 nach Italien, -wo er in die kaiserl. Leibwache eintrat u. bald sich zaeiner Befehlshaberstclle in derselben emporschwang.

Als der KaiserOrestes den germanischen Hilsstruppendie verlangte Landtheilnng verweigerte, stürzte er sdiesen (Aug.476), entthronte seinen Sohn Romulns sAugnstnlns n. machte sich mit dem Titel Patricias jzum selbständigen Herrscher von Italien, dessen Re-gierung er unter Beibehaltung der alten Verfassung,kräftig u. gerecht führte. 481 eroberte er Dalmatien,487 schlug er die Rugier in Noricum. 489 von denOstgothen unter Theoderich angegriffen, wurde ernach mehrerenNiederlagen inRavenna eingeschlossenu. nach 3jähr. Belagerung493 zur Übergabe gezwun-gen. Kurz darauf, 5.März 493 wurde ervon Theode-rich selbst bei einem Gastinahl ermordet. Thi-km«.

Odofredus, hervorragender Rechtslehrer, geb.in Bologna, war Advocat in Frankreich, u. dann inItalien u. lehrte um 1220 in Bologna, wo er 126-st. O. war auch mehrfach in richterlichen u. politi-schen Geschäften verwendet worden n. schrieb vielesSchätzenswerthe über die Digesten, den Codex rc.

üoüogomaoöso, Pflanzenfam. aus der Klasse derAlgen, fadenförmige, aus einfachen od. verzweigtenZellreihen bestehende Algen, bei denen die Befrucht-ung von Antheridien uud Oogonien vollzogen wird.Aus den Eisporen entstehen Schwärmsporen. 1.U»'terfamilie Lpünsroxlsao, mit freien Zellfäden, derenOogonien mehrere Oosphären u. deren Antheridenzahlreiche Spermatozoiden enthalten; Gatt. 8xb»e-roxlon. 2. Unterfam. OsäoZonisno, mit einfachen od.verzweigten, anfangs angehefteten Zellsäden, derenOogonien nur zwei Spermatozoiden enthalten; Gaü-Osäo^omum, Lnlboolnrste. 3. Unterfam. 6oiso'