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Oäöurs —
, Ein O. war ein Amphitheater im Kleinen u. unter-schied sich von demselben nnr dadurch, daß es einDach hatte u. daß die Bühne für die Vortragendenweniger tief n. nicht mit veränderbaren Decoratio-»enversehen,sondern einfach verziertwar. Die Odeen^ sind eine Erfindnng der Athener; daS erste war dass von Perikles erbaute; es war zunächst für die musi-^ lalischen Wettkämpfe an den Panathenäen bestimmt,
, doch benutzten es nachher auch Dichter u. Musiker zu! Proben, Philosophen zu Disputationen u. selbst Ge-sicht wurde zuweilen darin gehalten. Ein anderesO. in Athen war das des Herodes Atticus. Auchindere griech. Städte hatten Odeen, namentlich Ko-sinth u. Paträ; in Rom legten Domitian u. Trajan< Odeen an. 2) Jetzt Gebäude oder Saal, zu wissen-ichaftlichen u. musikalischen Unterhalttiugen bestimmt.
gtionvs (fr.), wohlriechende Stoffe.
Odiham, Marktflecken in der engl. Grafschaft'southampton, 10Lin östlich von Basingstocke; Ger-berei, Bierbrauerei; etwa 1000 Ew. In dem nahen, verfallenen Castell saß einst König David von Schott-^ lind 11 Jahre laug gefangen.
Odilienberg (Ottilieuberg), ein 801 in hoherGipfel des WaSgangebirges, über dem Orte St.Nabor im Kreise Molsheim des Regbez.Unter-Elsaß^ (Elsaß-Lothringen). Auf der Höhe befinden sich nochalte Befestignngsmauern (Heidenmauer) und dasOisilienlloster od. Hohenburg u. am Fuße deSBergesdas Kloster Niedermünster. Die beiden Klöster wur-den um 880 von der Tochter des AlemauuenherzogsEticho I., der heil. Odilia, der Schntzpatroniu desElsaß, gegründet. Anfangs folgten die 'Nonnen den! Regeln St. Benedicts, seit der Mitte des 12. Jahrh.der St. Augustins. Seitdem standen die Klöster langeim Ruse hoher wissenschaftlicher Bildung, verfielenV aber um die Mitte des 16. Jahrh. Das Odilien-L kloster wurde im 17. Jahrh. als Prämonstratenser-»! kloster wieder aufgebant, 1789 aber als Natioual-eigenthnm verkauft, 1853 indeß durch den BischofRäß von Straßbnrg wieder erworben n. den Fran-' ciscanern übergeben; es besitzt eine berühmte, einst. selbstvonKaisernu. Päpsten besuchte Wallfahrtskirche.Vom Klostergarten hat man eine prächtige Aussicht.Unweit des Klosters ist der Odilienbrnnnen. Vgl.Schriller, Der O., ebd. 1874. H. Berns.
Odilo, St., geb. NM 962 in Clermont, wurdeSS4 der 5. Abt von Clugny, verbreitete die Regelnseines Ordens fast über alle Klöster Frankreichs u.stiftete das Fest aller Seelen; auch zum Gottesfrie-' den (treues, vsi) soll er die erste Anregung gegebens haben; er st. 1049 in Sauvigny u. wurde 1345 ka«
' »onisirt; er schr.: Vita 8t. Llazoli, Vita ^cksiaickao! reginas otv.
Odin (Odhinn), der oberste der Äsen in derNor-dischen Mythologie (s. d.); er ist der älteste SohnBtrs u. der Bestla oder Belsta, Bruder Wilis und! WeS, stürzte mit diesen das alte fornjotische Riesen-geschlccht. Als der Alles durchdringende n. bildende1 Geist waltet er im Reiche der Natur u. der GeisterI u. wurde bei allen germanischen Stämmen verehrt,bei den hochdeutschen als Wuotan, bei den Sachsenals Wodan (s. Deutsche Mythologie). Mit Wili n.We bildete er die Welt u. galt als Beherrscher desHimmels u. der Erde und als Vater der Götter und; Menschen (Alfödur). Er ist allwissend und erfährtAlles, was auf der Erde vorgeht durch die zwei Ra-dierers Nmversal-Conversations-Lexiwn. 8. Aufl. XI
- Ödipus.
ben, Hugin n. Muni», welche auf seinen Schulternsitzen, des Morgens ans- u. die ganze Erde umflie-gen u. bei ihrer Rückkehr zu Mittag ihm Alles ver-kündigen, was sie gesehen haben; er gibt auch denMenschen allen Segen n. alles Glück, namentlich denKriegern Sieg im Kampfe (daher Heervater, Sie-gesvater , Siegesgott rc. genannt) den KaufleutenGewinn, den Seefahrern günstigen Wind; auch Weis-heit, Beredsamkeit u. Dichtkunst; bes. mächtig war erin der Zauberkunst u. erfand die Runen; seine Zau-ber- und Sittensprüche enthält die Häva-Mäl (s. u.Edda l. 6) b). Um Weisheit zu erlauben bat erMimir um einen Trunk aus dem WeishettSbruuueuin Jotnnheim u. versetzte dafür das eine seiner Au-gen (s. Mimir). Seine Gemahlin war Frigg, welcheihm die Söhne Baldur, Bragi, Hermodr, Tyr undHödur gebar; mit Jörd soll er den Thor, mit Rindaden Mali, mit Gridh den Widar n. mit den Wellen-Mädchen denHeimdallr gezeugt haben. Seine Woh-nung in Asgard war Walaskialf, wo er auf seinemThrone Hüdskialf sitzend, neben sich die Wölfe Geriu. Freki, die ganze Erde überschaute. Er besaß dasachtbeinige Roß Sleipnir, Len nie fehlenden SpeerGnngnir u. den wunderbaren Ring Draupnir. Erwurde als ein hoher einäugiger Greis mit langemBarte, tief herabgedrücktem breitem Hut u. in blauenMantel gehüllt dargestellt. Ihm gehörten die Hälftealler Gefangenen, welche ihm die Walküren als seineEinheriar nach Walhalla führten. Wie er eine Göt-terdynastie gestürzt hat, so ist er auch mit seinemGeschlecht nicht ewig Weltregent, sondern wenn dieGötterdämmerung (s. d.) kommt, u. er behelmt, be-panzert u. mit dem Zanberspieß Gnngnir bewehrtan der Spitze der Einheriar den Muspcllssöhnenentgegenzieht u. gegen Fenriswolf kämpft, wird ervon demselben verschlungen. Bei den Opferschmau-sen in Skandinavien wurde ihm der Odinsfull,der erste volle, von dem Priester gesegnete Bechergeweiht u. gespendet. Nach O. wurden benannt derOdinsmanadr, d. i.Odiusmonat(vom22.Märzbis 23. April) Odinsdagr, Odinstag (Mittwoch).VonO.alsgeschichtl. Person gedeutet, erzählt SnorriSturluson: O. war der Beherrscher von Asalaudod. Asaheim (am Schwarzen Meer), u. obgleich injeder Schlacht siegreich, mußte er doch, von den Rö-mern bezwungen, mit seinen 12 Oberpriestern, denÄsen, auswaudern, zog durch Rußland nach Sachsen,dann nach Dänemark u. Schweden n. schlug am SeeLögnr (Mälar) seinen Sitz auf, baute zu Sigtunaeinen Tempel u. richtete den Opferdienst nach Sitteder Äsen ein. Von O. lernten die Nordländer zuerstWissenschaften u. Künste. In hohe Achtung setzte ersich durch seine Klugheit und Zauberkünste, weshalbihn die Skandinavier göttlich verehrten. Er führtedas Verbrennen der Tobten u. das große Opferfestam Anfänge des Herbstes rc. ein. Endlich starb erin Schweden und sein Leichnam wurde verbrannt,er selbst ging wieder heim nach Asgard und lebtdort ewig. Raßmann.*
vllidsa (lat.), 1) verdrießliche, beschwerliche Vor-gänge od. Gegenstände. 2) den Rechtsverhältnissennachtheilig, z. B. krivilsZia c>.; Odiosität, Ge-hässigkeit. Daher odiös Hassenswerth,vollipolla, die Wanderheuschrecke, s. Heuschrecken.Ödipus, Sohn des Königs Laws von Thebenn. der Jokaste (od. Epikaste). Die Sage von ihm,I. Land. 42