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Obervormund -
durchschneiden das Dep. Der Boden ist nur in denniederen Gegenden fruchtbar, imAllgemeinen wenigergiebig; das Klima feucht und veränderlich. Vonder Gesammtoberfläche sind 226,272 Ns. Ackerland,142,949Iia Wiesen, 3l12lra Weinberge, 90,479ttaWaldu. Gehölzen. 65,612 Na Heide. Products:i Wild, Wölfe, Füchse, Fische, Pferde (gesucht), Maul-thiere, Rindvieh (namentlich geschätztes Schlachtvieh),Schafe, Schweine; Getreide (deckt nicht den eigenenBedarf des Dep.), Mais, Kartoffeln, Hülsenfrüchte,Gemüse, Ölfrüchte, Hanf, Obst, Kastanien (dienenmit als Nahrungsmittel), Wein (1874: 42,582NI);Serpentin, Granit, Gneis), Asbest, Quarz, Grana-ten, ausgezeichnete Porzellanerde, Eisen, Kupfer,Zinn, Antimon, Steinkohlen, Torf rc. Die Haupt-erwerbsquellen der Bewohner sind Ackerbau (nochsehr zurück), Viehzucht (wird durch treffliche Wiesenunterstützt), etwas Bergbau n. eine ziemlich bedeu-tende Industrie. Den Hauptindustriezweig bildet diePorzellanindustrie, von der die Hälfte der Stadtbe-wohner lebt; von Wichtigkeit ist ferner die Eisen-industrie, die Papierfabrikation, dann die Fabrika-tion von Flanell, Droguets, ordinärem Tuch, Hand-schuhen u. Holzschnhen, Gerberei, Seilerei rc. DerGesammtwerth der industriellen Producte beträgtetwa 44 Mill. Frcs. jährlich. Trotz der vorhandenenzahlreichen Erwerbsquellen istO.-B. dasjenige fran-zösische Dep., ans dem alljährlich die meistenArbeiter(Limousins) nach Paris u. in andere Dep. auswan-dern. In Bezug auf Volksbildung nimmt «s unterallen Dep. die niedrigste Stelle ein. 1872 gab esunter IVOBewohnern über 6Jahre sogar noch 61,»Ununterrichtete, in ganz Frankreich 33,4. Eintheil-ung in 4 Arr. mit 27 Cant, und 202 Gemeinden.Hauptort ist Limoges. H- Berns.
Obervormund, s.u. Vormund.
Obervormundschaft, s. Vormundschaft.
! Ober-Wesel, sehr alte Stadt im Kr. St. Goar
! des prenß. Regbez. Koblenz, noch mit Mauern und; zinnengekrönten Thürmen umgeben, links am Rhein,
! Station der Rheinischen Eisenbahn; 2 Kirchen (dar-^ unter die 1307—31 erbaute schöne gothische Frauen-
' od. Stiftskirche mit den Grabsteinen mehrerer Ritter
und Grafen von Schönberg), Rathhaus in mittel-alterlichem Stil (1849 erbaut), stattlicher runderThurm (Ochsenthurm) mit hoher Zinnenkrönung;Lachssang, Dachschieserbrüche, Weinbau, Braunt-, weinbrenncrei; (1875) 2580 Ew. Oberhalb der
! Stadt auf einem Berge die Ruinen des 1689 von
den Franzosen zerstörten Schlosses Schönberg undunterhalb derselben im Rhein die Felsen der 7 Jung-frauen. — O.-W., das alte Vosavia der Römer,war einst eine angesehene Reichsstadt, bis Hein-rich VII. sie seinem Bruder, dem Erzbischof Balduinvon Trier, verpfändete, wodurch es zu einer Land-stadt herabsank. O. ist Geburtsort des 1690 in derSchlacht an der Bohne in Irland gefallenen be-^ rühmten Marschalls von Schömberg. H- Berns.
Ober-Wiesenthal, Stadt in der Amtshaupt-maunschaft Annaberg der königl. sächs. Kreishaupt-mannschast Zwickau, an der böhm. Grenze, am Ab-. hange des Fichtelberges und dem Pöhlbach, 902 mü. d. M., die höchstgelegene Stadt NDeutschlands;Klöppelschule, Spitzenklöppelei, Bandweberei, Gorl-näherei, Cigarren-, Knopf- und Nadelfabrikation;(1875) 1987 Ew. — O.-W. wurde 1626 des Berg-
— Objektivität.
baues halber, der jetzt jedoch anfgehört hat, ange-legt u. erhielt 1527 Stadtrecht; cs gehörte damalszur oberen Grafschaft Hartenstein, mit welcher cs1559 an Sachsen gelangte. Unmittelbar dabei dieÖrter Unter-Wiesenthal(850 Ew.), Hammer-Unter -Wicscnthal (mit Eisenhammer u. 680 Ew.) und inBöhmen Böhmisch-Wiesenthal. H- Berns.
Oberwind, bei Flammöfen die zur Verbrenn-ung vonGeueratorgasen od. der auf dem Roste nochunvollständig (infolge absichtlich zu hoher Beschick-ung desselben) verbrannten Gase dienende, gewöhn-lich erhitzte Gebläseluft, wenn sie erst dicht vor oderüber der Feuerbrücke eintritt. Jungck.
Obcr-Nffel, Provinz, so v. w. Overyssel.
Oberzell, ehemaliges Prämoustratenser-Mönchs-kloster bei Zell am Main, im Bez.-Amt Würzburgdes bayer. Regbez. Unterfranken u. Aschaffenburg;seit 1817 mit großer Maschinenfabrik (berühmteSchnellpressen) von König u. Bauer (s. b.).
Vbosltas (lat.), s. Fettsucht.
Obi, Fluß, so v. w. Ob.
Obtdos, Stadt imDistr.Leiria der portug.Prov.Estremadura, am gleichnam. Strandsee u. am Ar-noya; altes Castell, römische Wasserleitung; (1863)3194 Ew.
Obion, County im nordamerikan. UnionsstaateTennessee, 36"n.Br.89"w.L.; 15,584 Ew. Haupt-ort: Trotz.
Obischer Meerbusen, im nordwestl. Asien,durch dic Samojeden-Halbinsel vom Manschen Busengetrennt; nach S. theilt er sich in zwei Arme, derenöstlicher Tas Busen genannt wird.
Öbisfelde, Stadt im Kreise Gardelegen desprenß. Regbez. Magdeburg, au der Aller unweit desDrömliugs und unweit der braunschweig. Grenze,Station der Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn;1875: 1956 Ew. — Dabei das dem Großherzogevon Hessen gehörige Rittergut Ö. mit alter Burg.
Vinter (lat.), obenhin, flüchtig.
vbituarium, Todtenverzeichniß; Seelenmeßbuch.
vbitus, Weggang, Aushören, z. B. 0. jurium,das Erlöschen gewisser Rechte, z.B. durch Verjähr-ung, durch Ablauf der bestimmten Zeit rc.; dann Tod,Todestag; daher Dies obitus (O. ckepomtionis) inder Katholischen Kirche der Tag, an welchem dasBegräbniß stattfindet und ein Seelenamt gehaltenwird; die für den Todestag vorgeschriebene Messeim Meßbuch kann bis zum 30. Tage nach dem Todegehalten werden. Für den jährlich wiederkehrendenTodestag ist eine besondere Messe (Lnnivsrsarium)angegeben.
Ovizzo, Name mehrerer Markgrafen von Este.
Objekt (v. Lat.), der Gegenstand einer Vorstell-ung; daher O-iv, was sich auf ein O. bezieht,demselben angehört, nach außen versetzt wird, imGegensatz von Subjectiv. In der Grammatik derGegenstand, auf welchen sich dieThätigkeitdesSub-jectes bezieht; daher O-ives Verhältnis), dasVerhältnis) des O-s zur Thätigkeit des Subjectes.
Objectivalas, s. Fernrohr und Mikroskop.
Objektivität, das Dasein des Objects als sol-ches; sodann die der eigenen Beschaffenheit u. Naturder Gegenstände entsprechende Auffassung, Darstell-ung od. Beurtheilung derselben. In diesem letzterenSinne spricht man von der O. eines Kunstwerks,einer wissenschaftlichen Beurtheilung, einer histori-