638
Oberschlächtiae Feuerung — Obcr-Vicune.
Isebiaciiea, die aus dem Becken direct kommend mitden vorgenannten Arterien anastomosiren. — DieVenen, die Las Blut zurückführen, laufen den Ar-terien zum größten Theil parallel; außerdem findenwir hier, wie an sämmtlichen Extremitäten, eine An-zahl Venen oberflächlich dicht unter der Haut ver-laufend, die sich in einen größeren an der Jnnenfeitedes O-s verlaufenden Stamm, V. sapllena maAua,sammeln, der sich ungefähr Fingerbreit unter derSchenkelbeuge in die Vona komoralis ergießt. Da-bei durchbohrt sie die oberflächliche Fascie; die da-durch entstehendeLücke (kossa ovalis) ist der häufigsteAustrittspunkt für Schenkelhernien. Die Venen sindsämmtlich mit vielen Klappen versehen. An derEin-irittsstelle der V. ksmor in das Becken ist die An-ordnung der Klappen u. die Befestigung der Venean den Fascien eine derartige, daß durch die wechsel-seitige Beugung u. Streckung des Hüftgelenks dasBlut nach dem Herzen zugepumpt wird. Mit Ner-ven wird der O. hauptsächlich aus dem xlsxns lum-dalis versorgt. Aus diesem kommen 1) der bl. eru-ralis, tritt nach Außen von der ksmor, aus demBecken u. verbreitet sich in den oberflächlichen Mus-keln u. der Jnnenhaut des O. 2) Der bl. obtura-borius kommt durch das koramsn obtnraborium u.verbreitet sich in den tieferen Muskeln, gibt »berauchHautäste ab. 3) Der bl. oubausus ksmoris sxbsr-nus tritt in der Nähe der Spina aub. 8np. aus demAbdomen und verbreitet sich an der Außenseite desO-s in der Haut. Ans dem klsxns isoliiaäionskommen: 1) der bl. eutausus ksmoris post., tritt durchdas kor. isskiaä. was. aus dem Becken u. verbreitetsich in der Haut der Glutäalgegend. 2) Der bl.isoliiaäious, der größte Nerv des Körpers, tritt eben-falls durch das kor. isoiriack. was. aus dem Beckenu. läuft an der Hinterseite des O-s herab nach derFibularseite der Kniekehle zu, um den Unterschenkelzuversorgen u.hierseine hauptsächlichste Ausbreitungzu finden. Jahn-
Oberschliichtige Feuerung, falscher Ausdruckfür überschlägige Feuerung, d. h. eine solche, beiwelcher das Abdampfen von Flüssigkeiten von obendurch darüber geleitete Feuergase geschieht.
Obcrschlcsicn, der sübl.TheilderProv.Schlesien.
OberschlesischeEisenvahn(Endei876);Länge1594,3« km; Anzahl der Locomotiven519; derPer-sonenwagen592;derGüterwagen11,395;Gesammt-Einnahme50,l17,219 LI; Linien: der OberschlesischenBahn (358,32 km), der Breslau-Posen-GlogauerBahn (209,„g km), der Stargard-Poscner Bahn(172,24km), der Wilhelms-Bahn (188,„km), derBreslau-Mittelwalder Bahn (291 ,§4 km), der Posen-Thorn-Bromberger Bahn (186,33 km), der Nieder-schlesischen Zweigbahn (84,33 km), der Schmalsp.-Oberschlcsischen Zweigbahn (168,23 km); Anlage-capiial 849,359,300 LI. Staatsverwaltung Direc-tionssitz: Breslau.
Oberst tzko (poln.Obrzycko), Stadt im Kr.Samterdes prenß. Regbez. Posen, an der Warthe; (1875)1561 Ew.
Oberst, früher der Oberste eines Kriegsheeres,jetzt eine Stabsoffizierscharge, mit welcher in derRegel das Commando über ein Regiment (s. d.)verbunden ist; doch werden auch Brigaden vonO-en commandirt. Der Oberstlieutenant ist ein imRange unmittelbar unter dem O. stehender Stabs-
offizier u. gewöhnlich der Stellvertreter des Letzte-ren. O-wachmeister, eine veraltete Bezeichnung ftrMajor, die zwar nicht mehr officiell ist, in der preu-bischen u. österreichischenArmee aber doch noch häufiggebraucht wird. ^
Oberstein , Stadt im oldenburgischen Fürsten-thum Birkenfeld, in einem engen Thale an der Münd-ung des Jdarbaches in die Nahe, Station derRheiu-Nahebahn; evangelische Kirche (Felsenkirche in einersenkrechten Felswand), Realschule 2.Ordn. (gemein-sam mit Idar), Hanptsitz der Achatschleiferei (s. Achat,L>. 139, 2. Sp.), Fabrikation von Tombak- undBijouteriewaaren, Gerberei, Papiermühle; (1875)4482 Ew. Über der Stadt auf hoher Melaphyrwanddie ansehnlichen Trümmer zweier Burgen (Alte u.Nene Burg) der 1670 ausgestorbenen Herren vonO., bereits im 12. Jahrh. eine kleine reichsunmittel-bare Herrschaft, war seit dem 13. Jahrh. lothringi-sches Lehn u. gehörte seit 1765 zu Trier. H> Berns.
Obcrstenfeld, Kirchdorf im Oberamte Marbachdes württemb. Neckarkreises, an der Bottwar; evan-gelisches adeliges Fräuleinstift, errichtet von KönigFriedrich aus den Einkünften des im 1.1016 ge-gründeten u. 1803 an Württemberg gefallenen adeli-gen Damenstiftes, mit schöner Stiftskirche in roma-nischem Stil; Weinbau; (1871) 1200 Ew. Dazugehört das Schloßgut Lichtenberg mit vorzüglichemWeinbau.
Obcrstlieutenant, s. u. Oberst.
Obcrstollen, ein Stollen, welcher die Lagerstättein oberer Tiefe aufschließt.
Obcrstwachmeister, s. Oberst.
Obertöne (Beitöne, Aliquottöne), die höherenTöne, welche beim Erklingen eines Tones auf denmeisten musikalischenJnstrumenten neben demHaupt-od. Grundton gehört werden u. durch deren verschie-denes, stärkeres oder schwächeres Auftreten in derKlangmasse die Klangfarbe des Instruments bedingtist. Näheres s. u. Nebentöne, Ton.
Ober»rsel, Stadt im Kr. Obertaunus des prenß.Regbez. Wiesbaden, an der Ursel, Station der Ham-burger Eisenbahn; Realschule, Wollenspinnerei, Pa-pier-, Tabak-, Kunstwollen- und Stockfabrikation,Eisendrehcrei, Kupferwalzwerk, FonrnierschneiLerei,viele Mühlen; (1875) 3702 Ew. O. gehörte ehe-mals zu Mainz.
Ober-Bichtach, Marktflecken im BezirksamtNeunburg vorm Walde des daher. Regbez. Ober-Pfalz u.Regensbnrg, an der Murach; Wallfahrt St.Johann, Flachsbau; 1242 Ew. Dabei die BurgHaus Murach.
Ober-Vienne (Laubs-Visrms), Departementin Frankreich; grenzt im N. an Jndre, im O. anCreuse, im SO. anCorrdze, im SW. anDordogne,im W. an Charente u. im NW. an Vienne; 5516,xxHjkm (100,lg UDM) mit (1875) 336,061 Ew. (aus1 s^skm 58, in ganz Frankreich 68,g). Das Dep.ist größentheils gebirgig u. wird von mehreren Ge-birgsketten , den Ausläufern des Gebirges von Au-vergne, durchzogen, deren höchste Punkte, MontJar-geau im SO. und Pic de Sauvagnac im NO., sichbis zu 700 w erheben. Flüsse: Vienne, Thaurion,Briance, Gartempe, Semme, Vincou, Glayeul,Brame, Jsle, Haute-Vezere, Dronne, Tardoire,Bandiat rc. Auch finden sich sehr viele Teiche. Meh-rere Linien der Orleansbahn (zusammen 249 km)