Druckschrift 
Bd. 13 (1879) Metternich - Ostindien
Entstehung
Seite
637
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Lber-SLvnc

Grafschaft Meißen, die Stifter Merseburg u. Naum-burg-Zeitz, die Landgrasschaft Thüringen, dasOster-land (beide später unter die sächs. Herzogthümer n.Kursachsen getheilt), später die beiden Lausitzen, dieFürstenthüiner Anhalt, Koburg und Querfnrt, dieAbtei Quedlinburg, die Grafschaften Barby, Mans-feld, Stollberg, Schwarzburg, Gleichen u. Hohnstein,die Marken Brandenburg u. das Hcrzogthnm Pom-mern. Kreisdirectoren waren die Kurfürsten vonSachsen n. Brandenburg.

Ober-Säonc, franz. Dep., s. Saone.

Obersch enkel (lat.Tomnr, Anat.),der obereTHeilder unteren Extremität vom Rumpf an bis zumKnie; das größte Glied am menschlichen Körper vonungefähr cylindrokonischer, sich nach unten verjün-gender Gestalt. Nach oben geht die Basis diesesConus in den Rumps über; die Übergangsstelle wirdals Glutäalgegend (nach den Llusouli xiutasi) be-zeichnet u. muß noch zum Oberschenkel gerechnet wer-den, da sowol der O-knochen in sie hineinrcicht, alsauch die die Hauptmasse bildenden Glutäalmuskelnnur der Bewegung des O-s dienen. Die Stütze desO>s wird nur durch einen Knochen, aber den größ-ten im menschlichen Körper vermittelt, den O-knochen,Os Ismoris. Er besteht aus einem starken hohlenSchaft mit 2 Gelenkfortsätzen. Der obere, Oaputossis Ismoris, ist nahezu kugelig u. durch ein cylin-drisches Zwischenstück (Lolium ossis Ismoris), imstumpfen Winkel mit dem Schaft verbunden. DieserWinkel ist beim Manne stets größer als bei derFrau, entsprechend der geringeren Breite des Beckensdesselben. An der Verbindungsstelle zwischenSchen-kelhals u. Schaft befinden sich 2 Knochenvorsprttnge;der größere, Troebautsr mazor, nach oben, derkleinere, Troebautsr miuor, nach hinten gerichtet,beide zu Muskclansätzen bestimmt. Das untere Endedes Schenkelbeins zerfällt in 2 sagittal gewölbte,nach vorn convcrgirende Gelenkfortsätze, evmlzliossis Ismoris (s. Knies. Das Hüftgelenk ist seinemBau nach ein nach allen Richtungen freies Nußge-lenk, das durch sehr starke Bänder verstärkt und inder Beweglichkeit namentlich nach hinten durch dasiiA.supsrius gehemmtwird. Seiner Festigkeit kommtnoch der durch die Gebrüder Weber entdeckte Um-stand zu Hilfe, daß auch nach Durchschneidung sämmt-.sicher Bänder der Luftdruck genügt, um trotz des Ge-wichts des ganzen Schenkels die Gelenkflächen inContact zu erhalten. Die Muskeln des O. Um-setzen das os Ismoris von allen Seiten u. zwar 1)an der Vorderseite, a) Der LI. sartorius ent-springt vom vorderen oberen Darmbeinstachel, läuftganz an der Oberflächein einefeste Scheide derFasciaeingeschlossen in flach sförmiger Krümmung nach derJnuenseitedesKniegelenksu. setzt sich ander Oristati-biasan. b) LI. tousorlaseias latae entspringt mitdemvorigen gemeinsam u. setzt sich ander vorderenAußen-seite an die laseia lata an. o) LI. extsusor erurisbesteht aus 4 an verschiedenen Stellen entspringen-den Theilen: a) der LI. reetus Ismoris entspringtvon dem Becken oberhalb des Pfauenrandes; /S) derLI. vastus internus entspringt an der Innenseite;/) der LI. vastus externus an der Oberseite des O-beius: ck) der LI. oruraiis entspringt zwischen beidenan der ganzen Vorderfläche des O-beins; alle 4 ver-einigen sich nach unten convergirend in eine starkeSehne, die sich an die Kniescheibe ansetzt. 2) Ander

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Innenseite, a) Der LI. xsotiusus entspringt vomSchambein u. setzt sich unter dem kleinen Troebautsran das O-bein; d) der LI. Araoilis entspringt nebendem vorigen, und setzt sich neben dem sartorius andie Tibia an; o) die LI. aääuetorss, die als ein lan-ger, kurzer u. ein großer unterschieden werden, dieämmtlich vom Schambein in der Nähe der Schoß-füge entspringen und sich in der ganzen Länge desO-beins an eine an der Hinterseite desselben befind-liche rauhe Leiste ansetzen. 3) AnderHinterseite.a) Der LI. biosxs Ismoris entspringt mit einemKopfe vom Sitzbeinhöcker, mit dem anderen von derHinterfläche desO-beins u. setzt sich mit seiner Sehnean das Köpfchen der Tibula an; b) der LI. somitsu-äiuosus entspringt neben dem vorigen vom innerenRand des Spitzbeinhöckers und setzt sich hinter demLI. Araoilis an den Kamm der Tibia an; o) der LI.somimsmbrauosus entspringt neben dem vorigenmit einer breiten platten Sehne u. setzt sich ebenfalls lie-bendem vorigen an die Tibia, an. 4) AnderAußen -eite finden wir in der größten Ausdehnung dasO-bein durch die sub 1) u. 3) genannten Muskelnmit bedeckt; in der Glntäalgegend sind jedoch hier zuerwähnen die 3 LI. Zlutaoi; von denen der äußerstea) LI. §Iutasi maximus vom Darmbeinkamm ent-pringend sich an die Hinterfläche desO-beins ansctzt,er ist sehr groß u. bildet die größte Masse der Hin-terbacke; b) der LI. Aiutasi msciius liegt unter demvorigen u. über e) dem LI. xlutasi miuimus; beideentspringen von der äußeren Fläche der Darmbein-schanfel n. setzen sich an den großen Trosbauter an.Die gestammte Muskulatur wird durch eine, dichtunter der Haut liegende sehr feste Binde, die Tassialata, eingcschlossen, die verschiedene Scheiden zwischendie einzelnen Muskeln schickt; die stärksten dieser Fort-sätze, die von ihr bis nach dem Periost des O-beinsdringen sind 1) das IiA. iutsrmusoulars sxt., daszwischen Extensoren u. Flexoren, 2) das Ii§. iutsr-museuiaro iutsruum, das zwischen ersteren und denAdductoren liegt.

Sein Blut bekommt der O. zum größten Thcildurch die L.rtsria Isiuoraiis, die aus dem Beckenkommend eine Fortsetzung der L.. b^po^astriea ist.Sie tritt zwischen dem Schambein nnd dem Ponpartscheu Band an der Innenseite des LI. iliopsoas her-aus u. läuft am O. herab, indem sie sich in einerflachen Spirale um die Innenseite des Os Ismorisnach hinten wendet und nach der Kniekehle gelangt.Sie gibt gleich anfangs kleinere Äste (die in^ni-ualss, puäeucka sxt. rc.) ab. Der hauptsächlichsteAst ist die Ismoralis prolunäa, der ans derersteren am Ende ihres oberen Drittheils entsprin-gend sich nach der Tiefe und nach der Außenseitewendet. Ferner die L. oireumkisxa Ism. autsrior n.posterior ab, die sich am Hüftgelenk vorbei nach derGlutäalgegend verbreiten und versorgt im weiteremVerlaufe den größten Theil der O-Muskulatur mitBlut. Die ^1. Ismoralis gibt in ihrem Verlaus nachdem Knie auch einige Muskeläste ab und dicht überdem Kniegelenk der L.. artieularss Asuu, die nachaußen u. innen sich um das Knie herum wenden u.setzt sich dann in ihrem Hauptstamm als xoxliteaauf den Unterschenkel fort. Die Glutäalgegend be-kommt ihr Blut nur zum kleineren Theil durch die tl.eireumiisxas Ism. zum größeren Theil ans derb^poZatrioa direct durch die L.. §1utasas und