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Obelos — Ober-Califvrmen.
vor dem Cäfareon ausgestellten, war der eine umge-Uirzt; derselbe (eine der sog. Nadeln der Kleopatra)Mrde1819vonMehemedAliEngland geschenkt, abererstSept.1877nach London transportirt, wo er nachmancherlei Schicksalen (er kam erst 20. Jan. 1878 ander Themsemündung an) Aufstellung fand. Der denFranzosen geschenkte O. von Luksor wurde 1831 aufder Place de la Concorde ausgestellt (s. Paris). Ini Ägypten selbst existiren außer dem in Alexandria nur' noch 2 aufrecht stehende: der eine in Heliopolis, 20 ini hoch, einer der ältesten (über 4000 Jahre), der an-! derc in Theben (Karnak), 33 in hoch. Schroot.
Obelos (griech.), kritisches Zeichen für Verdäch-tigkeit oder Unechtheit einer Stelle in alten Hand-ichriften. DaherObelismus.Obelisirung, Be-Zeichnung mit O., Andeutung der Unechtheit einerStelle.
Oberacht, 1) so v. w. Blntbann; 2) so v. w.Landeshoheit; 3) so v. w. Aberacht, s. n. Achll
Obcr-Agypten (ElSard), LerTheilvonÄgYP-ten zwischen dem Fayum u. Wadi Halfaj.
Oberalp, Paß im St. Gotthardgebirge in derSchweiz, führt über den Bergsattel zwischen demBaldus u. Crispalt, von Dissentis in Granbündennach Andermatt in Uri. Etwas unterhalb der Paß-höhe (20S2 in) liegt der forellenreiche O-see (2031in), dessen westl. Abfluß für eine der Hauptquellender Neuß gilt.. Hier 16. Aug. 17Y9 blutige Gefechtezwischen Len Österreichern u. Franzosen, welche mitdem Rückzuge der Elfteren endeten. H- Berns.
! Lberalpcn, so v. w. Hantes-Alpes.
Oberammerga», s. Ammergau.
; Oberamt, Amt mit einzelnen Ämtern od. Voig-teien unter sich; dergleichen hat noch Württemberg.DaherOberamtmann, VorstehereinesO-s. Da-gegen ist diese Bezeichnung in Preußen lediglich Titelder Pächter von Staatsdomänen.
Oberarm, Obcrarmarterien re., s. Arm rc.
Oberarmbruch (lsraetnralrurnsri). Der Ober-armknochenkann an jeder Stelle brechen. DieBrllchedicht am Schultergelenk werden unterschieden alsBrüche des anatomischen u. des chirnrgischenHalses,je nachdem die Condylen mit dem Knochenschast, od-.mit dem Gelenkkopf in Verbindung bleiben. DieBrüche des anatomischen Halses können vollständiginnerhalb der Gelenkkapsel des Schultergelenks ver-lausen, nur bleibt dann eine Verheilung der Bruch-enden aus, weil der abgetrennte Gelenkkopf von derBlutzufuhr abgeschnittcn ist und kein Ernährungs-materialbekommt. DieseBrüche entstehen stets durchdirecteGewalten, sind oft noch mitanderenVerletzun-gen combinirt, u. deshalb schwierig zu erkennen. Beider Heilung ist eine große Gefahr vorhanden, daß dasSchultergelenksteisbleibe. DieBrüchedes Mittelstücksvom Oberarm finden an den verschiedensten Stellenstatt, meist durch directe, seltener indirekte Gewalt(Schlcnderbewegung) verursacht. Die Verschiebungder Bruchenden hängt von Zufälligkeiten (Richtungder verletzenden Gewalt, Schwere des Arms rc.) abi u. findet selten in bedeutendem Grade in der Längs-! richtung statt; deshalb ist es leicht, die reponirtenBruchenden in dieser Lage zu erhalten. Ein ungün-stiger Umstand ist, daß man gerade bei diesen Brüchennach vollendetemHeilungsvorgang relativ oft ein fal-sches Gelenk Zurückbleiben sieht. Die Brüche dicht amEllenbogengelenk sind verhältnißmäßig häufig, haben
bei oberflächlicher Beobachtung eine großeAchnlichkeitmit den Ellenbogenverrenkungen, mit den letzterenmeist auch die Ursache (formte und übermäßigeStreckung des Unterarms) gemein, so daß Verwech-selungen häufig Vorkommen. Dennoch müssen siesehr sorgfältig behandelt werden, da sonst leicht Steif-heit und Unbrauchbarkeit des Gelenks eintritt. Beisämmtlichen Oberarmbrüchen kann man sich mit gu-tem Vortheil des Gipsverbandes zur Behandlungbedienen. Ebenfalls recht brauchbar u. für den Kran-ken bequem ist der Middeldorpfsche Triangelverband,ein dreieckiges Kissen, das am Körper befestigt u. aufdas der Arm in leichter Beugung gelagert wird. Jahn.
Ober-Barnim, Kreis im prenß.Regbez. Pots-dam, durchschnitten von dem Finowkanal, sowie vonden Linien Berlin-Stettin-Köslin-Danzig und Neu-stadt-Eberswalde-WrietzenderBerlin-Stettiner undder Linie Berlin-Konitz-Eydtkuhnen derPreuß. Ost-bahn; 1215,g,HDm(22,ogsIM)mit(1875) 76,131Ew. Kreisstadt ist Freienwalde an der Oder.
Oberbau, s. Eisenbahnbau V.
Oberbayern, Regierungsbezirk im KönigreichBayern, grenztanNiederbayern, Oberpfalz, Mittel-franken, Schwaben u. Neuburg, Tirol, Salzburg u.Österreich ob der Enns; 17,046,5g ßZLin (309,5»IHM) mit (1875) 894,160 Ew. (auf 1 slstcm 52,«,in ganz Bayern 66). Der Regbez. umfaßt einengroßen Theil der Schwäbisch-BayerischenHochebenemit ihren großen Moosen (Erdinger Moos an derJsar,DachauerMoos an der Amper,Donau-Moos);der südliche Theil wird von den Vorarlberger undAlgäuer Alpen (Hochvogel 2663 in), den BayerischenAlpen (Zugspitze 2062 in) n. den Salzburger Alpen(östlich vom Inn, Watzmann 2740 m) durchzogen,welche die höchsten Berggipfel des Deutschen Reichesn. noch ausgedehnteWaldungen enthalten. Flüsse:Donau (durchfließt nur die nördlichste Spitze), Isar(mit Loisach, Ammer u.Wllrm), Inn (mitMangfall,Isen, Alz, Salzach, dem Grenzfluß gegen Salzburg),Lech u. a. Seen: Chiem-, Ammer-, Würm-, Le-gern-, Kochel-, Walchen-, Königssee u. a. Die Seender Hochebene sind meist mit Hügelketten umgeben,wodurch der Charakter der Landschaft ein höchst an-mnthiger wird. Der Boden ist nur zum kleinstenTheile fruchtbar u. liefert deshalb auch nicht so vielGetreide, daß der eigene Bedarf O-s gedeckt wird;andere Bodenproducte sind Flachs, Hanf, Hopfen,Futterkräuter rc. Der südliche Theil bes. enthältgroßen, vortreffliche Weiden. DerMineralreichthumist nicht erheblich; ansehnliche Braun- n. Steinkohlen-lager finden sich jedoch am Fuße der Alpen, fernergibt es an der Grenze von Salzburg Salzquellen,außerdem Torf, Alabaster, Marmorn, andere Ban-u. Nutzsteine. Die Hauptbeschäftigung der Bewoh-ner bilden Viehzucht, Ackerbau u. Holzwirthschaft;dieJndustrie ist mitAusnahme der größeren Städtenur unbedeutend. ZahlreicheLinienderBayerischenStaatsbahnen (etwa 870 lcm), deren MittelpunktMünchen bildet, dnrchschnciden O. Eintheilnng insechs unmittelbare Stadtbezirke (München, Nosen-heim, Traunstein, Freising, Ingolstadt n. Landsberg)u. 25Bezirksämter. HanptstadtistMünchen. H.Berns.
Oberücrgamt, Bergbehörde zweiter Instanzmit kollegialer Verfassung.
Ober-Burgimd, s. n. Franche Comte.
Ober-Califormen, s. Calisornicn L.