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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
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Seite
467
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Landes- und Reichsverrat. >167

sollten doch die Herren nicht so geringschätzig behandeln;sie gehen über die finanzielle Seite der Sache immervollständig weg. Der Herr Abgeordnete bezieht sich bloßans die wirtschaftliche Seite der Sache und läßt die finan-zielle außer Auge. Ich glaube, daß sie ihn nicht inter-essiert; denn sein Weizen blüht, wenn unsre Finanzenschlecht sind. Dann steigt die Unzufriedenheit, und dannsteigen die Aussichten aller derer, die geneigt sind, ihreeigene Herrlichkeit auf den Trümmern des Vaterlandesaufzubauen, mögen sie adeligen oder bürgerlichen Standessein; und zu den letzteren rechneich natürlich die Sozial-demokraten ; deshalb begreife ich, daß er für die finanzielleSeite der Sache kein Auge hat.

Wenn einige Bäcker, obschon die Kornpreise sich nichtum ein Haar breit geändert haben, sondern sogar ehergesunken sind, die Unverschämtheit haben, öffentlich zu er-klären (sehr gut! rechts), daß sie deshalb ihre Brotpreisein die Höhe steigern, so wundere ich mich, daß sich dieEntrüstung des Herrn Abgeordneten nicht gegen die Bäckerrichtet, das ist doch das natürlichste; ich bedaure dieseBäcker, sie fordern, wenn einmal eine Teurung kommt,den Hungrigen auf sich heraus, wenn sie so frivole Vor-wände nehmen zu steigern. „Weil hier ein Zoll beschlossenwird, der auf die Getreidepreise noch gar keinen Einflußhat, deshalb steigern wir die Brotpreise", — das ist dochwahrlich, als wenn man die Kunden und das Publikumverhöhnen und sich über sie lustig machen will; aber dar-über fehlt Herrn Stolle jeder Anflug von Entrüstung,über die Bäcker. Den Bäcker zu schädigen, daran liegtihm nichts; aber die Regierung, die Ruhe, die Zufrieden-heit zu schädigen, — das ist das einzige, woran ihm liegt,und deshalb muß alles hervorgesucht und herausgesucht