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11 (1889) Die Reichstagssessionen von 1880 - 1881
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Dil.' Reichstagssession von 1881.

Hause notwendig sind, sich au wichtigen Beschlüssenpersönlich beteiligen können, und mir haben dort nocheine zweckmäßigere Einrichtung, wir haben gar keineGrenze der Beschlußfähigkeit, und ich glaube, daß derReichstag auch gewinnen würde, wenn er dieselbe nichthätte*), so daß diejenigen, die ein Vergnügen daranhaben, Reden zu hören, jeder Zeit erscheinen können,ohne ansgezählt zu werden, daß aber eine höhere Be-schlußfähigkeit als die jetzige gesetzt wird, wenn solcheBeschlüsse gefaßt werden sollen, welche die Zukunft desReiches durch Gesetze binden. Das Reich hat ein Rechtdarauf, daß mehr als die Hälfte der im Lande gewählte»Abgeordneten bei einein solchen Beschlüsse anwesend sei,der ans die Geschicke der Nation einen wesentlichen,dauernden und schwer wieder zu beseitigenden Einflußübt. Die Hälfte des Reichstags ist nicht mehr der Reichs-tag, so wie die Verfassung ihn kennt, er hat auch nichtmehr das Ansehen im Publikum und in der öffentlichenMeinung. Die Abspannung, von welcher der Herr Vor-redner so viel sprach und die er, wie es schien, derministeriellen Politik zuschrieb, geht vorzugsweise von demBeispiel aus, welches eine große Anzahl der Herren Ab-geordneten gibt und davon, daß es eine reichliche Anzahldieser Herren nicht der Mühe wert hält, den Sitzungenbeizuwohnen; bei einer der letzten Abstimmungen ist mirgesagt worden, daß ohne Angabe des Grundes, ich glaube,l I t Mitglieder des Reichstags gefehlt haben. Wie wollenSie da annehmen, daß die Bevölkerung noch mit dem-selben Eifer wie früher an den Geschäften des Reichs

Zur Beschlußfähigkeit des Reichstages gehört mehr als dieHälfte seiner Mitglieder, «Iso bei 897 Mitgliedern mindestens 199.