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Die Reichstnlissessio» von 1881.
sich von Haus aus der Hoffnung hingeben kann, daß eskein Unglück ist, wenn er feine Sitzungen auf drei oderfünf Monate ansdehnt und die Arbeitszeit der Ministerin der Zwischenzeit so bemessen ist, daß sie wirklich dieVorlagen rechtzeitig sertigstellen können. Das ist sehrleicht gesagt, daß die Säumigkeit der Minister, welchedie Vorlagen nicht rechtzeitig bringen, schuld an Zeit-mangel ist, — wie ein Diener, der nicht rasch genugdie Treppe herauf gekommen ist. Aber die Herren solltendoch einmal sehen, ob sie im stände wären, in dieserkurzen Zwischenzeit, die bleibt, die Dinge früher fertigzu stellen. Das Budget ist kaum votiert, so habe ichdrei Tage darauf schon die Vorlagen für das neue zurArbeit bekommen, die bereits in vorrätiger Arbeit waren.So geht es in Preußen, so geht es im Reich. DieHerren, wenn sie hier mit ihren parlamentarischen Ge-schäften auseinander sind, dann mag es für einige un-angenehm sein, wieder in ihre Bureaux zurückznkehren,für sie hören die Ferien dann auf, allerdings (Heiterkeit,für die anderen aber, die wirklich nur hierhergekommensind, um den Beruf eines Volksvertreters zu erfüllen,die diesen Beruf nicht mit dem des Redakteurs einerZeitung verbinden *), kombinieren und so das ganze Jahrfür denselben Berns beschäftigt sind, für diese fangendann ihre eigentlichen und regelmäßigen Geschäfte erstwieder an. Für die Minister ist in beiden Zeiten dieArbeit gleich schwer, gleich ermüdend, gleich aufreibend,und das ist, glaube ich, nicht nützlich, die Minister zunötigen, ihre Arbeit flüchtig und mit mehr Glcichgültig-
9 Der ReichstniMlmnnach von 1881 weist nicht weniger ulS:W Redakteure und Tugesschriftsteller auf.
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