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11 (1889) Die Reichstagssessionen von 1880 - 1881
Entstehung
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Die Reichstagssession von 1881.

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der Regierung zu keuueu und wollen für ihn stimmen.Hat nun die Regierung das Recht, sich darüber anszn-schweigen und durch ihr Stillschweigen die Wahlfreiheitdieser Wähler zu verkümmern? Ich weiß das nicht, dasist eine Frage, die diskutabel ist. Aber es sind doch auchMenschen, welche die Regierung bilden, es sind Preußen,Urwähler, und haben das Recht, ihre Meinung durch diePresse kund zu geben so gut wie ein anderer.

Wenn die „Provinzialkorrespondenz" sagt: wir müssendenjenigen, in dem und dem Kreise, z. B. Herrn Lasker,empfehlen, und alle seine Gegner mit dein Zorn derpreußischen Negierung bedrohen — so wäre das ein Ver-such, Einfluß zu üben, der allerdings der Repression bedarf;wenn sie aber bloß im allgemeinen ihre Meinung überdie Richtung der Regierung äußert, über das ihrer Meinungnach Gefährliche, was in der Richtung einer Partei liegenkan», so kann ihr das nicht verargt werden, und selbstwenn ich das könnte, so bin ich nicht der berufene Manndazu. Der Herr Vorredner kennt ja die Kompetenzver-hältnisse; warum wendet er sich nicht an die preußischenMinister, denen ich ferner getreten bin?

Wenn der Herr Vorredner sagt, in Preußen wäredie Zahl der Fälle größer als anderswo — das bringteinmal die Bevölkernngszahl mit sich. Es wäre unnatür-lich, wenn unter 25> Millionen Preußen nicht mehr FälleVorkommen sollten als unter l5 Millionen Nichtprenßen.Außerdem sind die Parteiverhältnisse in Süddentschlandanders gebildet. Die Parteiverhältnisse in Sttddentsch-land, mit Ausnahme von Mitteldeutschland, sind vielgeschlossener als in Preußen. In Preußen balancieren sichdie Parteien oft, und heute gewinnt diese den Sieg, beieiner anderen Wahl eine andere. In Süddentschland