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Die Reichstagssession vvn 1881.
Eigentum, nach Ihrer Meinung allein entscheidend? Ichmöchte doch nach dieser Berichtigung, welcher der HerrAbgeordnete Lasker durch seinen langjährigen und intimenFreund, den Herrn Abgeordneten Baumbach, ansgesetztworden ist, ihn bitten, wenn er mir künftig eine „reineUnwahrheit" schuld gibt, das etwas vorsichtiger und nichtin so pathetischem Tone auszusprechen. Wir können unsalle irren.
Was ferner den Einfluß betrifft, — ja die That-snche, daß ein Abgeordneter als der intime Freund desLandrats bekannt ist, verschärft ja den Einfluß, den dieAnwesenheit des Landrats und das Wohnen bei ihm aus-üben muß. Der Landrat hätte also meinen Sohn z. B.ohne Gefahr in seinem Diensthaus aufnehmen können,das würde nicht so ausgefallen sein, da er nicht als in-timer Freund desselben bekannt war. Aber wenn dieThatsache der Freundschaft zwischen dem regierenden Be-amten dort und dem Kandidaten durch das Wohnen beieinander, durch das Kommen in demselben Wagen —ich wiederhole also meine „reine Unwahrheit" von vorhin— so unterstrichen wird, dann kann es doch nicht ohneWirkung auf den Regierten bleiben, wenn ein Landratüberhaupt Einfluß hat. Nun, ich kenne den büreau-kratischen Einfluß in den Kleinstaaten und in Preußeneinigermaßen, und muß sagen, wenn ich in einem Kreiseden Landrat zum Feinde haben soll, dann kann ich esin Preußen noch eher aushalten als in einem Kleinstaat,da ist der Landrat stark in kleinen Unannehmlichkeiten,die er jedermann zufügen kann.
Ich hätte ja den Fall nicht zur Sprache gebracht,wenn nicht gegen die preußische Regierung — eine Be-schuldigung will ich nicht sagen, aber doch eine Kritik