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11 (1889) Die Reichstagssessionen von 1880 - 1881
Entstehung
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Die ReichstagSsessivn von 1880.

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ihrerseits geringere Streitigkeiten als diejenigen, welchedie Erhaltung und Fortbildung des Reiches betreffe», solange ruhen lassen; kurz, wenn die ganzen liberalen Par-teien sich dazu entschließen können, dein Zentrum dieHeerfolge absolut und für immer zu versagen.Können sie das nicht, dann sind meine Noraussichtentrübe; können sie das, so will ich . meine letzten Kräftedem Streben dazu widmen, aber ich kann jeden Miß-erfolg so ruhig mit ansehen wie irgend einer von Ihnen.Ich weiß nicht, warum mir das Deutsche Reichund seine Zukunft näher stehen sollte als irgendjemand unter Ihnen. Sie sind alle Deutsche;Minister kann jeder eine Zeitlang sein und nicht mehrsein; daß ich gerade ein stärkeres Interesse als andereDeutsche am Reich haben müßte, weil ich zufällig langeKanzler gewesen bin, das glaube ich wicht, wenn ich mich auchnicht zu der saturnischen Politik meines früheren Kollegen,der vor mir gesprochen hat, verstehen kann dasnicht! so ruhig zusehen, daß das Deutsche Reich,welches ich mit Aufwand meiner Lebenskraft habebegründen helfen, zurück geht, das vermag ichnicht! In meinem Alter wird mau aber ruhiger und stiller,ich habe ein Bedürfnis nach beschaulicher Ein-samkeit, dann richten Sie das Reich sich ein, wie Siewollen, aber verlangen Sie meine Mitwirkung nicht, wennjeder sich für berechtigt und berufen hält, die Grundlagendes Reiches in Frage zu stelle». (Lebhaftes Bravo rechts,Zischen links und im Zentrum).

Der Reichskanzler beteiligte sich an der Debatte nicht mehr;der Zusatzantrag der Kommission bezüglich der Zollgrenze aufder Untsrelbe wurde am 10. Mai mit 188 gegen 110 Stimme»gestrichen und an demselben Tage die Sitzung geschlossen.