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10 (1889) Die neue Zollgesetzgebung 1879
Entstehung
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326 Die Neichstagssession von 1879.

für nötig hielt." Der Reichskanzler gab folgende Er-widerung:

Ich nehme allerdings das Wort, aber keineswegszu dem Zweck, den Herrn Vorredner auszulachen, dazuist mir die Sache doch zu ernsthaft, sondern um meine Be-trübnis darüber auszusprechen, daß er durch seine jetzigeRede eben den Eindruck, als ob gewichtige Finanzmännerund Kenner unsrer Negierungsverhältnisse in der ThalZweifel an der Stetigkeit unsrer Gesetzgebung hätten,wesentlich gesteigert hat. Er hat zwar mehrfach die Inter-pellation unter gewissen Bedingungen als lächerlich be-zeichnet, eine Andeutung, die ich mir niemals erlaubenwürde, aber er selbst hat sie gemacht. Jedoch ich frage:ist nicht die ganze letzte halbe Stunde seiner Rede einPlaidoyer gewesen, wie es nur dann platzgreifen könnte,wenn hier von dieser Stelle bereits der Antrag zur Rück-kehr auf die Doppelwährung vorläge? (Sehr richtig!rechts.) Er hat in der ganzen letzten Hälfte seiner Rededie Doppelwährung oder die Veränderungen mit der ihmeigentümlichen Beredsamkeit und mit dem vielen Materialbekämpft, das er dazu gesammelt zu haben scheint, so daßjeder, der diese Rede liest, den Eindruck haben muß:mein Gott, der Herr muß doch sehr von der Tendenzder Regierung überzeugt sein, daß er sie so dringlichabmahnt und hier, mit Citierung aller Staaten, die derGoldwährung anhängen, eine Rede zu Gunsten der letz-teren hält, mit Darlegung einer Anzahl von bedeutendenAutoritäten für die Goldwährung, als ob von hier auseine Vorlage dagegen schon gemacht wäre, als ob ichdem Interpellanten schon geantwortet hätte: ja, es istallerdings die Absicht. Dann wäre die Rede des HerrnAbgeordneten Bamberger allerdings ganz am Platze