Vorwort Mw zehnten Hand
Her vorliegende zehnte Band der Bismarckreden ent-hält so wenige Nummern, wie keiner der vorhergehenden,an Wichtigkeit und Interesse aber bleibt diese Abteilunghinter den früher gegebenen nicht zurück. Den Hauptteilfüllen unter diesen Reden diejenigen aus, welche sich mitder zollpolitischen Frage und der Reform des Steuer-wesens beschäftigen. Das große Ideal des Reichskanzlersist darauf gerichtet, daß das Deutsche Reich aufhören soll,mit der Erhebung der Matrikularbeiträge ein „lästigerKostgänger" bei den Einzelstaaten zu sein, daß es viel-mehr in die Lage gesetzt werde, bei möglichster Beschrän-kung der drückenden direkten und entsprechender Ver-mehrung der indirekten Steuern als ein freigebiger unddaher beliebter Versorger der Partikularstaaten aufzu-treten. Man sieht, daß auch der innerste Kern diesesSteuerprojekts am letzten Ende immer wieder der einegroße Reichsgedanke ist, der je länger desto mehr populärwerden soll, dem die Herzen des Volkes immer mehr zu-gethan gemacht werden sollen. Die „eckige Brutalität"