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10 (1889) Die neue Zollgesetzgebung 1879
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Zur Frage der Doppelwährung.

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wichtigste Person ist, sehr viel wichtiger, als irgend eineandre. (Heiterkeit.)

Ich bitte Sie also, meine Herren, das Nichtvor-handensein der Zweifel an der Stetigkeit unsrer Gesetz-gebung dadurch anzuerkennen, daß Sie über diese Inter-pellation — ich sage nicht zur Tagesordnung übergehen,aber eine weitere Diskussion der Frage nicht daranknüpfen. Wünschen Sie es aber, so bin ich bereit, Redezu stehen; jedenfalls aber bitte ich, damit Sie beurteilenkönnen, ob ich mit Recht dieser Meinung nach die Silber-verkäufe sistiert habe, zunächst um das Wort für denHerrn Bankpräsidenten, um die Thatsachen vorzutra-gen, welche mich bestimmt haben, diese Anordnung zutreffen.

Der Präsident des Reichsbankdirektoriums von Dechen dführte darauf aus, daß sich der Verlust an den bisherigen Silberver-käufen der Reichsbank seit Einführung der Goldwährung auf 96'/sMillionen Mark belaufe und daß sich beim Verkauf von weitereneinzuzishenden 476 Millionen Thalerstücken ein fernerer Verlustzwischen 90 bis 100 Millionen Mark ergeben würde. Er habe esdaher für seine Pflicht gehalten, den Herrn Reichskanzler auf diesenUmstand aufmerksam zu machen und die Sistierung der Silberver-käufe auf das dringendste zu empfehlen. Er könne nur wieder-holt dringend bitten, den Weltmarkt von der Angst vor demdeutschen Silber bleibend zu befreien, es bei der getroffenen An-ordnung zu belassen und kein Silber weiter zu verkaufen, daDeutschland unter noch Kurs habenden Thalern nicht leide. — DerAbgeordnete Bamberger beantragte dann die Besprechung derInterpellation und schloß eine längere Rede dazu mit den Worten:„Ich kenne wirklich nur wenige originelle Köpfe unter den eigent-lichen Sachverständigen, die behaupten, Deutschland wäre jetztwohlberaten, wenn es irgendwie den Gedanken fassen könnte, anseiner Münzgesetzgebung zu rühren. Ich hoffe, der Herr Reichs-kanzler wird das auch bestätigen und mich, da er es noch nichtgethan hat, nachträglich auslachen, daß ich die Interpellation28 S. IS