Die ungerechtfertigte Milde der Richter.
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den Abgeordneten Laster in dem Augenblick, als ichsprach, gar nicht gedacht, und es wird mir erst jetzt voll-ständig gegenwärtig, daß er einer der Redner war, der,wenn ich nicht irre, den Begriff hereinbrachte: es solledemjenigen, der Vieh schmuggelt, die gewinnsüchtige Ab-sicht erst nachgewiesen werden. (Widerspruch des Abge-ordneten Laster.) Ich glaube, es steht drin, ich willes nicht fest behaupten, aber es schwebt mir so vor. Ichbin auf diese Specialien gar nicht vorbereitet, da ich anden bedauerlichen Vorgang einer persönlichen Diskussionmit dem Herrn Abgeordneten Laster heute nicht im ent-ferntesten gedacht hatte. Er hat gesagt, er habe nur dasStrafminimum hernntergesetzt. Das ist aber für unsreRichter überhaupt ein regelmäßiges Heruntersetzen desDurchschnitts der Strafe. Wann wird ein Richter jezum Maximum greifen, ehe die Spannung in dem öffent-lichen Gefühl nicht so hoch getrieben ist, wie sie vielleichtdurch die schweren Verbrechen des vorigen Jahres ge-trieben worden war! Aber in dem gewöhnlichen Eigen-tums- und Eigennutzverbrechen ist es mir noch nie vor-gekommen, daß der Richter sofort zum Maximum greift.Das Minimum heruntersetzen, heißt also die Strafe her-untersetzen.
Ich glaube auch nicht, daß in einer solchen Gesetz-gebung, die zum Schutz unsrer materiellen Interessen rechtsehr praktischer Natur ist, die Herren Juristen, sonderndie Interessenten das Hauptwort mitreden sollten. (Bravo!rechts.)
Der Abgeordnete Laster gab sich mit dieser Erklärung nochnicht zufrieden. „Ich bin der Meinung," führte er aus, „es hätte derObjektivität einer uns allen am Herzen liegenden Sache weit mehr-gedient, wenn die Diskussion sich innerhalb der Grenzen gehalten