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Die Reichstagssession von 1879.
geheimnissen vertraut sind, werden es besser wissen; ichkann nur aus der Oeffentlichkeit urteilen, und da mußich allerdings sagen, daß die Hetzereien in der Presseganz außerordentlich viel zu dieser Verstimmung bei-getragen haben, und ich citiere da mit vollem Bewußt-sein Zeitungen, die ich seit langen Jahren lese, und dieeine so achtbare Stellung haben, daß ich eine objektivereAuffassung von ihnen erwartet hätte, die „Kölnische Zei-tung", die „Nationalzeitung". Es vergeht fast kein Tagin der Socialistenfrage, in der jetzigen Frage, wo ich nichtaus diesen Zeitungen stets von neuem den Eindruck be-komme, daß hinter den Kulissen ein Bedürfnis ist, Feind-schaft und Unfrieden zu säen. (Zuruf links.) Darf ichbitten, sich deutlich auszudrücken! Ich bin bereit, demHerrn, der da spricht, zu antworten, nur anonyme Unter-brechungen machen nachher immer einen eigentümlichenEindruck im stenographischen Bericht; wenn der Nanie gleichdahinter folgt, würde das weniger ausmachen. (Bravo!)
Ich muß das sagen und sage es ausdrücklich, weilich damit den Wunsch verbinde, daß die Herren ihrer-seits doch auch einen versöhnlicheren Ton anschlagen undnicht dem Bedürfnis, jeden Tag einen sensationellenZeitungsartikel zu liefern, den Frieden der Parteienopfern möchten. Für mich ist das so, wenn ich das Be-dürfnis zu einer ruhigen Verhandlung habe, so lese ichan dem Tage die von mir gehaltene Nationalzeitungschon lieber nicht. Genützt hat das der Partei nicht, essind unter Umständen Maßregeln getroffen worden, woder letzte Tropfen Wasser aus den Leitartikeln das Glasüberlaufen machte. Vielleicht überschätzt man ihre Wichtig-keit, man darf aber glauben, daß die hervorragendstenLeute der bedeutendsten und zahlreichsten Fraktion, die