Der Abgeordnete Richter.
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mit mir selbst zu treten hätte, so würde ich es für meineignes Ansehen außerordentlich beklagen, wenn ich abersehe, daß es im Dienste des Landes notwendigist, so würde ich keinen Augenblick anstehen,den Weg, den ich für irrtümlich erkenne, zu-rückzugehen, meinen Irrtum offen einzuge-stehen und entweder andern, die es bester verstehen,Platz zu machen, oder, wenn es von mir verlangt würde,selbst die Sache besser zu machen, als früher; ich willvom Besseren und Schlechteren hier aber nicht sprechen.Der Herr Abgeordnete hat die Worte der Thronrede
Entwickelung der materiellen Wohlfahrt des Landes zu unterstützen,und daß die Regierung auf dem Wege, welchen sie (mit den Handels-verträgen) betritt, von der gleichmäßigen Zustimmung des Landtagesgetragen werde. Es handelt sich nicht um eine Machtfrage, sondernum die Frage der materiellen Wohlfahrt, die jede Negierung imInteresse ihrer Unterthanen erwägt und nach bestem Ermessen ent-scheidet. . Wissen wir denn nicht, daß in der Folgezeit der FürstBismarck vor uns im Zollparlament und im Abgeordnetenhause beijeder Gelegenheit persönlich eingetreten ist für diese Handelspolitik,und sie nach allen Richtungen zur Durchführung hat bringen wollen?Ist denn jene Rede vom 21. November 1875 aus unsrem Gedächtnisentschwunden, worin der Herr Reichskanzler es gewissermaßen als seinIdeal bezeichnet«, überhaupt unsren Zolltarif auf ganz wenige Finanz-zölle zurückzuführen? Es ist in den letzten Jahren allerdings andersgeworden. Der Reichskanzler ist im Jahre 1876 vor uns als Kampf-zöllner erschienen, im Jahre 1877 vertrat er wesentlich den Stand-punkt des Neciprocitätszöllners, im Frühjahr 1878 erschien er alseinfacher Schutzzöllner, und jetzt erscheint er vor uns als ein Schutz-zöllner, wie er sonst überhaupt nicht mehr vorkommt, und vor demes den eigentlichen Schutzzöllnern sogar unheimlich zu werden an-fnngt. .. Der Reichstag und das deutsche Volk wird die Kraft insich fühlen, das deutsche Vaterland vor den Gefahren zu bewahrenund in der Krisis zu schützen, in die es die Wirtschaftspolitik desKanzlers zu führen droht."