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Das Socialistengesetz von 1878.
Gegen die Aeußerungen des Reichskanzlers über die Fort-schrittspartei erklärte der Abgeordnete Hänel, diese Angriffe seienvollständig deplaciert; znr Unzeit habe der Fürst Bismarck bei derDiskussion der socialen Frage der Partei eine rein negative Hal-tung angedichtet; die Gegenbeweise seien geliefert, spreche nichtdafür die Anwesenheit des Abgeordneten Schulze-Delitzsch, desSeniors und der Zierde der Fortschrittspartei? Der welfischeAbgeordnete Briiel wurde wegen seiner Ausführungen, in denener die Lage Hannovers mit der Fremdherrschaft zur Zeit des erstenNapoleon verglich, vom Präsidenten v. Stauffenberg gerügt. FürstBismarck bemerkte dazu:
Ich habe nur zu bemerken, daß daraus, daß ich aufAeußerungen des Herrn Vorredners meinerseits nichts er-widere, nicht etwa geschlossen werden kann, daß ich nichtszu erwidern hätte, sondern ich muß konstatieren, daß ichvon der ganzen Rede des Herrn Vorredners bei seinemleisen Organ bis hierher nicht eine Silbe verstanden habe.
3. Herr Sonnemonn und die Frankfurter Zeitung.
g. Oktober 1878.
Der Abgeordnete Sonnemann, Eigentümer der Frank-furter Zeitung, Vertreter für Frankfurt a. M., trat den auf ihnbezüglichen Stellen der vorangegangenen Rede des Reichskanzlersin sehr ausführlichen persönlichen Bemerkungen entgegen: „Der
Herr Reichskanzler hat hier vor diesem hohen Hause in ziemlichdeutlichen Andeutungen eine Verdächtigung gegen mich vorgebracht,ich oder das von mir herausgegebene Blatt, die Frankfurter Zei-tung, stände in irgend einer Verbindung mit der französischen Re-gierung; er hat sogar die Andeutung gemacht, daß, wenn ich nichtAbgeordneter wäre, er vielleicht noch mehr über diese Sache sagenkönnte, und er hat das damit zu begründen versucht, daß Aeuße-rungen der Frankfurter Zeitung in merkwürdiger Weise mit den-jenigen der französischen offiziösen Presse oder Regierung über-einstimmen. Meine Herren, Thatsachen dafür hat der Herr Reichs-kanzler nicht angegeben. Ich erlaube mir an den Herrn Reichs-