III.
Das Sorialistengesetz von 1878.
1. Fürst Gisnmrck und die Sormldemakratie.
17. September 1878.
Während der Reichstag noch versammelt war, geschah am11. Mai das schändliche Attentat Hödels, und schon am folgendenTage gab der Reichskanzler von Varzin aus die Weisung, es seiein Gesetz gegen die Ausschreitungen der Socialdemokratis vor-zulegen. In der That wurde der Entwurf eines solchen bereitsam 14. Mai eingebracht, aber am 24. mit 241 gegen 57 Stimmenabgelehnt; an demselben Tage wurde die Session geschlossen. Daerfolgte am 2. Juni das entsetzliche Attentat Nobilings; FürstBismarck kehrte sofort nach Berlin zurück und Unterzeichnete am4. Juni die kaiserliche Ordre, durch welche der Kronprinz FriedrichWilhelm mit der Stellvertretung beauftragt wurde. Am 11. Juniwurde der Reichstag aufgelöst und die Neuwahl auf den 30. Julianberaumt. Vom 13. Juni bis 13. Juli leitete Fürst Bismarckdie Verhandlungen des Berliner Kongresses, nach dessen Schlußer sich wieder nach Varzin begab. Am 9. September wurde derneugewählte Reichstag durch den Stellvertreter des ReichskanzlersGrafen zu Stolberg eröffnet und die neue Socialistenvorlage ein-gebracht. Am 16. September begann dis erste Lesung derselben;in der 5. Sitzung am 17. September nahm der Fürst Bismarcknach einer langen Rede des Abgeordneten Hänel das Wort dazu.Tags zuvor hatte der Abgeordnete Bebel ausführlich des „intimen"