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9 (1889) Verwaltungsreorganisation, Orientfrage, Socialistengesetz : 1877 - 1878
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Fürst Bismarck und die Socialdemokratie. 185

schon öfters vergeblich gethan habe, und wenn er esnicht thun will, ist es mir auch recht (Heiterkeit)mir persönlich irgend eine Thorheit oder Unrecht inmeiner Vergangenheit oder in meinem Privatleben nach-zuweisen, abznlassen; es hat ja gar nichts mit dem zuthun, was hier verhandelt wird. Ich könnte ein vielüblerer Mensch sein, als ich bin, und doch thatsächlichrecht haben. Ich kann dabei auch die Betrachtung nichtunterdrücken, daß der Herr Abgeordnete Richter in seinenSchriften und in seinen Reden ja einer der stärkstenVerfolger der Socialdemokratie ist, er hat sehr harteWorte für sie, wie ich sie niemals in meinem Lebengebraucht habe, aber wenn es zu praktischen Leistungenkommt, so wird er ein Freund der Socialdemokratie.Gehen wir seinen Abstimmungen nach, so werden wirihn in allen Phasen des parlamentarischen Lebens, durchdie wir gegangen sind, immer auf die Seite der Social-demokratie fallen sehen. Er bekämpft und verfolgt siemit Worten, aber er kann den Maßregeln, die zur wirk-samen Bekämpfung bestimmt sind, nicht zustimmen. Daswar eine nachträgliche Betrachtung, die mir durch dieAeußerungen des Herrn Abgeordneten Richter außerhalbder heutigen Diskussion abgenötigt ist. Ich möchte dabeiden Herrn Abgeordneten Richter auch noch an etwasandres erinnern. Er hat mir bei dieser und mehrerenandern Gelegenheiten vorgeworfen, daß ich krank wäreund meine schwache Gesundheit mich sehr häufig hinderte,meinen Pflichten so nachzukommen, wie es wohl wün-schenswert wäre. Meine Herren, ich kann das nichtleugnen, es ist mir nur überraschend, daß jemand, derüber diese Sache nachdenkt, mir meine Krankheit zumVorwurf macht. Ich habe sie mir ehrlich im Dienste