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Das Socialistengesetz von 1878.
erstaunt gewesen, daß der Herr Abgeordnete Richter sichan den äußerlichen Buchstaben des Wortes „Social-demokratie" klammert, und daß er nicht unterscheidetzwischen den ehrlichen Bestrebungen nach Verbesserungdes Loses der Arbeiter, die uns allen am Herzen liegen,und zwischen dem, was wir heute zu unsrem Bedauernund mit Schmerz genötigt sind, unter den Begriff Social-demokratie zu vereinen. Will der Herr AbgeordneteRichter das Kind mit dem Bade ausschütten und unsveranlassen, daß wir, wenn wir die bis zum Königs-morde gesteigerten Bestrebungen der jetzigen Sekte nieder-zuhalten suchen, gleichzeitig dabei auch jede Bemühung,das Los des Arbeiters, seinen Anteil am Lohn, den dieGesamtheit, seine und seiner Arbeitgeber hat, zu ver-bessern, dann gehe ich nicht mit ihm, und ich bin ent-schlossen, die Bestrebungen, die man mir von damalsvorwirft, sobald ich Zeit und Möglichkeit dazu habe,und meine Ressortverhältnisse mir das erlauben, auchheute fortzusetzen, und ich rechne mir das zur Ehre an.
Der Herr Abgeordnete Richter wird doch schwerlichLeute, die sich vor nunmehr 16 oder 15 Jahren damitbefaßten, das Los der Arbeiter zu verbessern, diejenigen— ich nenne jemanden, der mir durch Lesen seinerBücher, weniger persönlich, näher gestanden hat, alsoRodbertus und ähnliche Leute der Wissenschaft und desWohlwollens für die Arbeiter: diese wird er doch nichtmit dem Mordmesser der Nihilisten und mit der Schrot-slinte von Nobiling in eine Kategorie werfen wollen!Es ist das ein Stück, welches seiner rhetorischen Geschick-lichkeit alle Ehre macht; aber im übrigen will ich esnicht näher charakterisieren. Ich möchte ihn überhauptbitten, doch von seinen Bestrebungen — was ich freilich