186 Das Socialistengesetz von 1878.
des Landes und des Königs verdient und sie durch st
Ueberanstrengung meiner Kräfte in diesem Dienste ge- st
wonnen. Ich möchte doch dafür dasselbe Benefizium in st
Anspruch nehmen, wie ein Soldat, der verwundet undinvalid ist, dem man den geforderten Abschied verweigert,und der aus Gründen, die man achten sollte, in seiner z
Stellung bleibt. Ich verbleibe auf Wunsch Sr. st
Majestät des Kaisers und Königs in meiner -
Stellung, die ich in dieser Lage gegen seinen ;
Willen nicht verlassen kann; sonst wüßte ich nicht,was mich hielte und veranlaßte, für die Herren die Um ;
annehmlichkeiten unsrer gegenseitigen Beziehungen zu st
verlängern (Heiterkeit). ^
Aber mir Krankheit unter solchen Umständen vor- st
zuwerfen, das ist doch, ich will mich mäßig ausdrücken, st
Mangel an Zartgefühl. Indessen ich erwarte Zartgefühl -
von dem Herrn Abgeordneten Richter nicht. Ich will '?
mich nur dispensiert halten, auf dieses Thema zurück- k
zukommen, wenn er mir wieder vorwirft, daß ich nicht st
hier bin. !
Ich wende mich dann zu dem, was der Herr Abgeord- ^
nete Bebel gestern gesagt hat. Bei ihm nehme ich nicht an, st
daß er mit der Unwahrheit alles dessen, was er gesagt st
hat, bekannt gewesen ist. Es ist ihm gesagt, er hat es 1
geglaubt und erzählt es weiter. Wenn er diese Zu- ,st
sammenstellung von Wahrem und Falschem, die ich miraus dem gestrigen Berichte habe geben lassen, selbsterfunden hätte, dann Hütte er vielleicht Talent, Kor-respondent der „Times" oder sonst einer größerenZeitung zu werden (Heiterkeit), und ich könnte ihm diese st
sehr einträgliche Beschäftigung empfehlen. Er fängt seine st
Geschichtserzählung mit Details an, als hätte er sie st