Fürst Bismarck und die Socialdomokratie. 183
Verhältnisses gedacht, welches Herr v. Bismarck im Winter 1863/64mit Lassalle gepflogen haben sollte. Die Einzelheiten der in Be-tracht kommenden Vorwürfe citiert der Reichskanzler an den be-treffenden Stellen selbst:
Ich hatte, nachdem ich zwei Monate lang gezwungengewesen bin, mich jeder amtlichen Beschäftigung zu ent-halten, nicht die Absicht und habe sie auch heute nochnicht, mich an den Diskussionen der ersten Lesung zubeteiligeil, sondern dieselbe vorzugsweise zu meiner Orien-tierung nach einer langen Pause zu verwenden. Wennich dennoch jetzt das Wort ergreife, so geschieht dies nichtetwa, um auf das prinzipielle und rhetorische Feld ein-zugehen, welches der Herr Vorredner betreten hat; eswerden sich die Sachen, wenn wir sie in der Kommissionund in der zweiten Lesung verhandeln, wohl in ihrepraktischen Details auflösen. Ich bin zum Reden nurdurch den Umstand gezwungen, daß der Herr Bebelgestern, sowie früher der Herr Abgeordnete Richter schonähnliche Andeutungen gemacht hat, einer Legende übermich zum Organ gedient hat, die, wenn ich ihr nichtwiderspreche, schließlich Geschichte werden könnte, wie somanche Zeitungs- und andre Lüge, die auf meine Kostenverbreitet worden ist und allmählich Konstistenz gewonnenhat. Der Herr Abgeordnete Richter hat bei den Ver-handlungen über die sogenannte Hödelsche Vorlage inmeiner Abwesenheit schon angedeutet, ich hätte mich frühermit der Soeialdemokratie in Beziehungen befunden, diemir eine gewisse Mitverantwortlichkeit für die jetzigeEntwicklung derselben auferlegten; wenigstens war esoffenbar sein Wunsch, diesen Eindruck im Publikum undin der Versammlung zu machen. Ich bin, als ich dasin der ländlichen Einsamkeit gelesen habe, doch etwas