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Die Reichstagssession von 1878.
Umwegen bei entstehenden Streitigkeiten das erreichenmüssen, was dieser Artikel direkt und kurz ausspricht.
Ich glaube, daß man ohne die Berechtigung, die Z 3gibt, einen Kanzler, der dauernd das Geschäft versehen ^will, schwerlich finden wird, und ich möchte wohl wün-schen, daß der Herr Abgeordnete Lasker einmal einekurze Zeit auch nur zur Probe als Kanzler fungierte,um sich selbst zu überzeugen, daß die Gedanken, die ersich darüber macht, doch außerhalb der praktischen Mög-lichkeit liegen und mehr der Sphäre des Ideals an-gehören. Dem Herrn Abgeordneten scheint das Idealeiner gewissen Zerfahrenheit der Exekutive vorzuschweben,einer gewissen Anarchie, bei der jeder im einzelnen Res- .
fort thun und lassen kann, was er will. Ich habe den- ^
selben Gedanken in einem Blatt, in dem ich sonst dieAnsichten des Herrn Abgeordneten oft wiedergefunden ihabe, einmal ausgesprochen gefunden mit den Worten:
„Der Ressortminister muß in der Lage sein, dem Mini-sterpräsidenten — nur in der Attribution will ich hierden Kanzler auffassen — sagen zu können: Herr, dasverstehen Sie nicht — mit andern Worten: reden Sie ^mir nicht drein." Ja, wenn das auch nicht in Preußen, iwo das Ideal des Herrn Abgeordneten Lasker ja am inächsten, ich will nicht sagen, vollkömmlich erreicht ist, ,!aber die preußischen Ministerialzustäude kommen diesem ^Ideal des Krieges aller gegen alle in den Ressorts am ^nächsten — — wenn das in Preußen nun Rechtens "
wäre, wäre dann nicht ganz sicher der Graf zur Lippe s!
— denn er lebt noch — heute noch Justizminister? ^
Wären nicht, wenn sie noch lebten, Mühler und Bodel- j
schwingh noch heute im Amt? Wer hätte das Recht ge- h
habt, ihnen dreinzureden? Sie würden ihr Amt, so wie '