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9 (1889) Verwaltungsreorganisation, Orientfrage, Socialistengesetz : 1877 - 1878
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Der Reichskanzler und Herr Abgeordneter Lasker. 175

ich mich noch nicht entschließen können, dazu zu raten,daß ein ähnliches Schwergewicht, wie es also in Luxem-burg und Norwegen der Landesvertretung für die po-litischen Entschließungen des Souveräns beigelegt wird,in Elsaß-Lothringen ausgeübt werde. Aber ich gebe, wiegesagt, die Hoffnung nicht auf, daß die dortige Bevöl-kerung sich von dem Druck der Vergangenheit, von demDruck der Gegenwart, der auf ihr lastet, mehr und mehremancipieren wird, sich mit freudigem Sinn als demDeutschen Reiche zugehörig fühlen wird. Der Grund,warum ich überhaupt in dieser Frage, obgleich ich schonvorhin von jedem Amendement abgeraten habe, dasWort nahm, war, weil der Herr Vorredner den Appellan den Regierungstisch richtete, sich darüber zu äußern,und weil ich für meine Person in der Lage bin, ihmeine mehr ermutigende als ablehnende Antwort in derSache zu geben, wenn ich sie hier auch in der Form,wie sie vorliegt, zurückweisen muß. (Lebhaftes Bravo!)

19. Der Reichskanzler und Herr Abgeordneter Lasker.

9. März 1878.

Die ZZ 1 und 2 des Stellvertretungsgesetzes wurden un-verändert angenommen; zu Z 3 (vgl. die Einleitung zu Nr. 16),lagen wieder mehrere Amendements vor. Häufig auf einige Aeuße-rungen des Abgeordneten Lasker vom Tage vorher anspielend,hielt der Reichskanzler folgende Rede:

Ich halte die Befugnis, die der 8 3 dem Reichs-kanzler gibt, für eine ganz unentbehrliche, und wenn sienicht ausgesprochen wäre, so würde ich sie als selbst-verständlich ansehen, man würde eben dann nur auf