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9 (1889) Verwaltungsreorganisation, Orientfrage, Socialistengesetz : 1877 - 1878
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Die Reichstagssession von 1878.

Die akute Ministersäure, die in früheren Zeitenexistiert haben mag, wo einer, sei es für den Absolutis-mus, sei es für seine eigne Herrschaft vielleicht mehrals für das Land gekämpft und als das seinige be-trachtet hat, was er der Volksvertretung an Rechten ab-gewinnen konnte, die ist uns gründlich ausgetrieben;meine Herren, das gehört vergangenen Zeiten an. Wirerstreben und wollen, wie ich schon öfter wiederholt habe,alle dasjenige Maß von Freiheit und Unabhängigkeitund freier Bewegung der Volksvertretung, das mit derSicherheit und Stetigkeit unsrer Einrichtungen überhauptnur irgend verträglich ist, und etwas andres erstrebenSie auch nicht; wir haben dieselben Ziele, und wennwir über diese Wahrheit ganz zweifellos einig sind, dannglaube ich, wird auch diese kranke Blässe des Mißtrauensschwinden, die dem Minister gegenüber immer auf denKonfliktmoment rechnet und nur fragt, wie wird das Be-schlossene da wirken, wie stellt sich da die Probe auf dasExempel, wenn wir in Konflikt kommen? Ein Konfliktist eine so unnatürliche Sache, und wenn er einmalkommt, pflegt sein Ausgang und sein Verlauf wenig vonden einzelnen Klauseln, die man sich gegenseitig schriftlichgegeben hat, abhängig zu sein.

Ich erlaube mir nach diesem vielleicht nicht zurSache gehörigen Exkurs, auf den ich aber durch den Vor-redner gekommen bin, auf die Einzelheiten in der Vor-lage einzugehen, die von einzelnen erwähnt sind.

Zunächst finde ich eine Notiz, — es ist unmöglichfür mich, aus den zum Teil ausgedehnten Reden michaller Sätze zu erinnern — bei der des Herrn Vorred-ners, weil ich von dem erwarte, daß er überhaupt nichtmit uns stimmt, habe ich mein Gedächtnis nicht so an-