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Die Reichstagssession von 1878.
Einrichtung in ganz Europa erfreut, und das nicht vor-handen sein würde, wenn man unsre Einrichtungen fürso elend und unerträglich hielte, wie sie in öffentlichenBlättern geschildert wurden — wenn Sie sich dies rechtvergegenwärtigen, so werden Sie meine Empfindung ver-stehen, wie ich in der Einsamkeit des Landlebens darübernachsann: was ist meinen Landsleuten Entsetzliches ge-schehen, daß sie auf einmal so sehr viel schlimmer daransind, als vor einem Jahre? Ist es vielleicht die verhält-nismäßige Ruhe und die stetige Entwicklung, in der wiruns im Vergleich zu andern Ländern befinden? Ist esder äußere und innere Frieden? Gewiß trägt das vieldazu bei, denn thatenbedürftigen Herzen, die gerade keineweitere, sie anregende und beschäftigende Aufgabe haben,als im Winter im Parlament das Volk zu vertreten,kommen notwendigerweise im Sommer in eine gewisseUnruhe, daß etwas geschehen müsse, das Emotions-bedürfnis wird so stark, daß es nur durch Krieg oderinnere Kämpfe, oder durch eine den ganzen Geist destiefen Denkers beschäftigende Kritik der untersten Grund-lagen unsrer Einrichtungen befriedigt werden kann. Wennalle unsre Volksvertreter in der Lage wären, wie ichund viele von uns, daß sie nebenher so viel zu thunhaben, daß sie froh sind, daß sie das Leben haben oderihre Geschäfte besorgen können, dann, glaube ich, wür-den wir nicht fortwährend unfern Gesundheitszustandin dieser bedenklichen und anregenden Weise untersuchen.
Ich muß sagen, als diese Vorlage eingebracht wurde,da lag mir der Gedanke, daß daran die Begehrlichkeitnach einer Verfassungsänderung sich knüpfen würde, zuerstganz außerordentlich fern, und ich bitte um Erlaubnis,auf die Genesis der Vorlage etwas näher einzugehen.